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Mehr Platz im Urlaubskoffer |
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Lüdinghausen - Diese Bibliothek kennt keine Schließzeiten, sie ist an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr geöffnet. Wer sie aufsucht, kann gemütlich zu Hause im Sessel sitzen bleiben oder weiter am Strand in der Sonne liegen. Wie das geht? Ganz einfach: Bibload.de heißt das Angebot einer Riege von 15 öffentlichen Büchereien im Bistum Münster und im Kreis Warendorf, die derzeit rund 8000 Bücher, Hörbücher, Zeitschriften und Filme in digitaler Version verleiht. Diesem Verbund hat sich auch die Stadtbücherei St. Felizitas angeschlossen.
Jeder eingeschriebene Nutzer der Stadtbücherei, der ein Buch oder einen Film ausleihen möchte, kann sich online kostenlos bedienen und den entsprechenden Titel - auf Zeit - herunterladen, beschreibt Büchereileiter Peter Mählmann das System. Erforderlich dazu sei lediglich ein gültiger Bibliotheksausweis. Die Geräte, auf die die Dateien heruntergeladen werden, müssen allerdings DRM-fähig (Digitales Rechte-Management) sein, so Mählmann. Vor allem im Urlaub sei die digitale Ausleihe praktisch: „Statt eines schweren Bücherstapels reichen ein E-Reader oder ein Tablet-PC - und man hat eine ganze Bücherei im Koffer.“ Weiterer Vorteil: Der Nutzer muss keine Ausleihfrist beachten. Die Dateien werden dank DRM automatisch unbrauchbar, Bücher nach zwei Wochen, E-Paper nach zwei Stunden.
Das Bibload-Projekt wird finanziell gefördert vom Bistum Münster sowie vom Land NRW. Dafür stehen in den kommenden drei Jahren 130 000 Euro zur Verfügung. So könne der Bestand an digitalen Medien kontinuierlich aufgestockt werden, freut sich Mählmann.
VON PETER WERTH, LÜDINGHAUSEN |
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Zuhören und Schmökern in der „Nacht der Bibliotheken“ |
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Was machen Bücherwürmer und Leseratten nachts alleine in einer Bibliothek, wenn alles schläft? Eine Frage, die sicher nicht nur die jungen Bücherfreunde brennend interessiert. Eine gute Gelegenheit, eine Antwort auf diese Frage zu finden, bot die Nacht von Freitag auf Samstag. Landesweit hatte der Verband der Bibliotheken zur „Nacht der Bibliotheken“ eingeladen. Keine Frage, dass sich auch das Team der Lüdinghauser Stadtbücherei an dieser Aktion beteiligte. Eigens für diese Nacht hatten sich die Gastgeber etwas besonderes überlegt, gemeinsam mit der Schriftstellerin Marlies Weiß-Bürger und der Künstlerin Ria Maris gewährten sie einen Blick hinter die Kulisse. Zwischen all den Büchern erzählte die Autorin aus ihrem Buch „Apfelblütenhonigfest“ ihrer jugendlichen Zuhörerschaft verschiedene Geschichten. Wer wollte, konnte in der Pause dann der Illustratorin Ria Maris nicht nur über die Schulter schauen, sondern selbst Hand anlegen beim Ausmalen der Figuren. Foto: hh |
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Einmalige Kooperation |
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Die digitale Büchereioffensive
Münsterland - Eine deutschlandweit einmalige Kooperation zwischen 15 öffentlichen Büchereien aus dem Bistum Münster und dem Kreis Warendorf wurde gestern im münsterischen Allwetterzoo präsentiert. Mit dem Portal „Bibload.de“ starten die beteiligten Büchereien am 11. November eine digitale Bibliothek, in der die Nutzer für einen Jahresbeitrag zwischen acht und 15 Euro, je nach Bücherei, auf bisher etwa 6000 digitale Medien 24 Stunden täglich zugreifen können. „Das Angebot wächst und reicht vom eBook und ePaper über Hörbücher bis hin zum Video, die sich die Nutzer für einen begrenzten Zeitraum herunterladen können“, erklärte Birgit Stenert vom Bistum Münster.
Ein Jahr Vorbereitungszeit hat es gedauert, bis das mit 60 Prozent vom Land geförderte Projekt nun an den Start gehen kann. Rund 135 000 Euro wurden bisher investiert.
Ist ein Medium in der digitalen Bibliothek vergriffen, bekommen die Nutzer eine E-Mail, wenn es wieder zur Verfügung steht. Die Büchereien hoffen, mit zahlreichen Unterrichtsmaterialien besonders junge Nutzer anzusprechen. Um die Rückgabe muss sich in dieser „Bücherei“ übrigens niemand Sorgen machen. „Wenn die Zeit abgelaufen ist, kann das Dokument nicht mehr geöffnet werden“, erklärte Birgit Lücke von der Stadtbücherei Warendorf.
» Folgende Büchereien nehmen teil: Ahlen, Beckum, Borken, Gescher, Kalkar, Lüdinghausen, Neuenkirchen, Ochtrup, Raesfeld, Rhede, Stadtlohn, Telgte, Vreden, Warendorf, Oelde
VON UWE RENNERS, MÜNSTER |
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Weitere Bonbons in petto |
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Lüdinghausen - Alles neu macht nicht nur der Mai. Auch der Oktober kann in diesem Falle neuen Glanz vorweisen. Und der strahlt in der Stadtbücherei St. Felizitas. Auf den ersten Blick fallen den Lesern ab dem kommenden Dienstag, wenn die Bücherei nach der einwöchigen „Regenerationspause“ die Tore wieder öffnet, die neuen Bildschirme auf. Wichtiger dürfte jedoch die Software sein. Die neue EDV-Anlage, die in der vergangenen Woche installiert wurde, eröffnet den Lesern und den Bücherei-Mitarbeitern völlig neue Möglichkeiten und Serviceleistungen. „Auf längere Sicht gesehen, wird die neue Anlage viele Vorteile bringen“, ist sich Büchereileiter Peter Mählmann sicher. Perspektivisch wird beispielsweise die E-Book-Ausleihe anvisiert.
Zunächst brachte die EDV-Umstellung allerdings viel Arbeit mit sich. Aus diesem Grunde musste die Einrichtung auch eine Woche lang geschlossen bleiben, damit Handwerker und EDV-Fachleute in Ruhe die Anlage installieren und mit Daten und Programmen füttern konnten. Das neue Programm läuft übrigens auf einer Windows-Oberfläche und ersetzt das veraltete DOS-System. „Wir haben damit wie im Schlaf gearbeitet. Die Umstellung wird sicherlich Eingewöhnungsprobleme mit sich bringen“, fürchtet Mählmann. Nicht nur die drei hauptamtlichen Bücherei-Mitarbeiter müssen sich umstellen. Auch für die 25 Ehrenamtlichen müssen interne Schulungen durchgeführt werden. „Ich hoffe, dass die Leser in den ersten Wochen Verständnis dafür haben, wenn alles etwas länger dauert“, so der Büchereileiter, der übrigens stolz darauf ist, dass die Lüdinghauser Bücherei die „ausleihstärkste“ des gesamten Bistums ist.
Von der Umstellung werden in erster Linie die Leser profitieren, die auch daheim keine Scheu vor dem Computer haben. In Zukunft werden sie mit einem Mausklick in Erfahrung bringen, wann die Ausleihfrist für ihr Buch ausläuft, welches Buch anderweitig verliehen ist und an welcher Stelle der Warteliste für den neuesten Bestseller man steht. „Gerade diese Serviceleistungen werden in Zukunft weiter ausgebaut, wenn wir uns noch intensiver mit dem Programm befasst haben“, kündigt Mählmann an. Aber das System, das komplett über die Server des Bistums läuft und auch von „Münster“ bezahlt wird, hat noch weitere Bonbons petto, über deren Einführung demnächst noch zu entscheiden sein wird.
VON WERNER STORKSBERGER, LÜDINGHAUSEN |
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Intergalaktisch kulinarisches Erlebnis |
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Lüdinghausen - Eine Lesung der besonderen Art erlebten die Besucher am Freitagabend beim „Krimi-Dinner“ im Restaurant des Klutensee-Bades. Schauspieler und Hörfunksprecher Rainer Rudloff erweckte mit seiner wandelbaren Stimme und dem Einsatz von Mimik und Gestik die Hauptfiguren der Romane „Glennkill“ und „Restaurant am Ende des Universums“ zum Leben.
Rudloff, der unter anderem Germanistik und Schauspiel studierte und eine Ausbildung zum Atem-, Sprech-, und Stimmlehrer absolvierte, tourt seit Jahren mit einer umfangreichen Palette von Lesungen quer durch Deutschland.
Der erste Teil des Abends stand im Zeichen der tierischen Protagonisten von „Glennkill“. Der 2005 erschienene Erstlingsroman der deutschen Autorin Leonie Swann bedient nicht die üblichen Krimiklischees - stattdessen sucht eine Gruppe Schafe, aus deren Perspektive die Handlung erzählt wird, den Mörder ihres Schäfers.
In die Weiten des Weltraums entführte Rudloff das Publikum im zweiten Teil des Abends mit Ausschnitten aus „Restaurant am Ende des Universums“, dem zweiten Roman von Douglas Adams Serie „Per Anhalter durch die Galaxis“.
Zwischen den einzelnen Abschnitten der Lesung konnten die Zuhörer ein an die Romanhandlungen angepasstes Fünf-Gänge-Menu, unter anderem bestehend aus „Variationen von der Tomate“ sowie Rohkost, Roastbeef und Tiramisu, genießen.
Als besondere Überraschung bekamen die Gäste die Gelegenheit, einen „Pangalaktischen Donnergurgler“, ein fiktives Getränk aus Douglas Adams Roman, zu trinken. Organisiert wurde das „Krimi-Dinner“ von den Büchereien aus Lüdinghausen und Seppenrade.
VON ARNO-WOLF FISCHER |
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Ausgezeichnete Bücherwürmer |
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Lüdinghausen - Vor gut zwei Monaten ist er gefallen, der offizielle Startschuss zum insgesamt fünften Sommerleseclub in der Stadtbücherei St. Felizitas. Seitdem haben sich insgesamt 170 Schüler ab der fünften Klasse mit Clubausweis und Leselogbuch bewaffnet und sind über die Sommerferien zu kleinen „Bücherwürmern“ mutiert.
„Ich habe sechs Bücher gelesen“, erzählt die zwölfjährige Juljane Rös stolz. Und auch Organisator Peter Mählmann ist zufrieden mit dem Lesepensum, das die Schüler im Sommerleseclub bewältigt haben. „Dieses Jahr haben 110 Schüler es geschafft, mindestens drei Bücher zu lesen.“ Ihnen allen winkt, quasi als Honorierung ihrer Leistungen, ein Zertifikat. Mit diesem haben die Schüler die Möglichkeit, sich ihre außerschulischen Aktivitäten auf dem nächsten Halbjahreszeugnis vermerken zu lassen.
Mit dem Ende des Sommers endete allerdings auch der Sommerleseclub. Eine harmonische Abschlussfeier in der Hauptzentrale der Sparkasse in Lüdinghausen rundete die Aktion am gestrigen Freitag ab. Fast 70 Schüler hatten sich versammelt, um ihre Zertifikate persönlich in Empfang zu nehmen. Mit Spannung fieberten die Bücherwürmer der Verlosung entgegen, bei der Preise von Rucksäcken bis hin zu Lesezeichen ergattert werden konnten.
Das unangefochtene Highlight der gestrigen Veranstaltung stellte allerdings die Lesung des Sprachkünstlers Rainer Rudloff dar. Stimmgewandt und eindrucksvoll nahm er seine jungen Zuhörer mit auf eine begeisternde Reise in das magische Phantásien der „Unendlichen Geschichte“ und brauchte dafür „nicht mehr als ein Mann und ein Buch“. |
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Langeweile geht gar nicht |
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Lüdinghausen - Nur keine Langeweile: Wenn das Wetter schlecht, die Tage lang und keine Freunde in Sicht sind - ja dann können die anstehenden Sommerferien ganz schön lang werden. Nur gut, dass das Team der Stadtbücherei St. Felizitas da das passende Gegenmittel hat. Dort finden sich tausende Medien für jeden Geschmack und jede Situation. Doch wie soll man da durchsteigen?
Die Mitarbeiter rund um Büchereileiter Peter Mählmann helfen weiter. Erstmals stellen sie für Jugendliche eine Auswahl an Medien bereit - seien es Bücher, CDs, DVDs, Computerspiele oder Gesellschaftsspiele. Im Durchgang zum hinteren Bereich vor den DVDs wird während der Sommerferien immer eine Auswahl ausgestellt, die für Jugendliche genau passen sollte.
Damit schließt die Stadtbücherei St. Felizitas eine echte Lücke. Für die Jüngeren wird seit Jahren der Sommerleseclub angeboten. Doch für Ältere findet sich zwar in allen Abteilungen etwas, aber da fehlt manchmal natürlich ein wenig die Orientierung, wie auch Peter Möhlmann weiß: „Wir wissen nicht immer, wo wir dann die Bücher einsortieren sollen, denn die Übergänge zwischen Jugendlichen und Erwachsenen sind nahtlos.“
Dabei sind ihm Jugendliche als Kunden besonders wichtig, brechen sie doch in Zeiten des Internets zumindest bei der Nutzung von Nachschlagewerken für schulische Zwecke immer mehr weg. Entsprechend gespannt ist er, wie das neue Angebot angenommen wird. Als Appetithäppchen werden in den kommenden Ferienwochen die Mitarbeiter der Stadtbücherei St. Felizitas Woche für Woche auf der Jugendseite WN4YOU jeweils ein Medium vorstellen, das dann natürlich auch immer entliehen werden kann. Besonders im Trend sind derzeit übrigens sogenannte All-Age-Bücher von Harry Potter bis zu Vampir-Serien. Daran führt natürlich kein Weg vorbei, weiß das Bücherei-Team.
VON MARKUS KLEYMANN |
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700 Titel stehen im Regal |
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Lüdinghausen - Die Qual der Wahl haben auch bei der fünften Auflage des Sommerleseclubs die Kinder und Jugendlichen in der Stadtbücherei Lüdinghausen. 700 verschiedene topaktuelle Titel warten ab dem 22. Juli (Freitag) - mit Ferienbeginn startet die Aktion - auf die jugendlichen Leseratten. Anmelden können sich die Mädchen und Jungen schon jetzt in der Stadtbücherei. „Mitmachen können alle ab der fünften Klasse. Auch die Kinder, die im September in die fünfte Klasse kommen“, erklärt Peter Mählmann, Leiter der Stadtbücherei Lüdinghausen.
Beim Sommerleseclub geht es allerdings nicht nur darum, im Verlauf der Sommerferien mindestens drei Bücher aus dem Club-Angebot zu lesen und einem Büchereimitarbeiter über den Inhalt zu berichten, es gibt auch etwas zu gewinnen. Dazu werden unter den Mädchen und Jungen Preise wie Rucksäcke oder Badetücher verlost. Unterstützt wird der Sommerleseclub erneut von der Sparkasse Westmünsterland, die auch die Abschlussveranstaltung am 30. September sponsert. Die RVM stellt für auswärtige Lesehungrige je drei Gratistickets zur Verfügung, damit sie in den Sommerferien die Bücherei ansteuern können. Die gibt´s bei der Anmeldung in der Bücherei. Alle erfolgreichen Leseclub-Teilnehmer erhalten darüber hinaus ein Zertifikat.
Seit Wochen wird bereits in Grund- und weiterführenden Schulen mit Plakaten auf den Sommerleseclub aufmerksam gemacht. Der Sommerleseclub endet am Schluss der Sommerferien.
VON PETER WERTH, LÜDINGHAUSEN |
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Aus Skepsis wird Begeisterung |
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Lüdinghausen - ,,Seit unserem Seminar für werdende Lesepaten ist einiges in Gang gekommen“, freut sich Bärbel Dornhege, Leiterin der Familienbildungsstätte Lüdinghausen, über den Erfolg des Projektes. So las am vergangenen Dienstag Lesepate Ludwig Ernst den Kindern des Kindergartens St. Elisabeth schon zum zweiten Mal spannende Geschichten aus seinem Repertoire vor.
Doch was genau kann man sich unter einem Lesepaten vorstellen? Ganz einfach: Ein Lesepate ist eine aufs Lesen hin trainierte Person, die ehrenamtlich in sozialen Einrichtungen wie Altersheimen, Schulen, Krankenhäusern oder eben auch Kindergärten aus Büchern vorliest, so die Erläuterung von Fbs-Leiterin Bärbel Dornhege. Unter der Leitung von Ina Niehaus wurden die 25 Kursteilnehmer aus allen Altersgruppen in die Kunst des Lesens und Vorlesens eingeweiht. Dabei spielten wichtige Attribute wie die Erzähltechnik oder die Betonung beim Lesen eine große Rolle. ,,Das Interessante an diesem Seminar“, erzählt Bärbel Dornhege, ,,war, dass zu Beginn viele Teilnehmer recht skeptisch an die ganze Sache herangegangen sind. Ganz nach dem Motto: Lesen lernen? - Lesen kann ja jeder!“ Doch kurz darauf stellte sich heraus, so Dornhege, dass zum ,,richtig“ Lesen viel mehr dazu gehört, als einfach nur Lesen zu können.
Die Idee der Lesepaten kam bei vielen Einrichtungen gut an, so wie auch beim St. Elisabeth Kindergarten, der sich jetzt vorstellen kann, die Lesestunden als festen Bestandteil und regelmäßig mit verschiedenen Buchthemen für die Kinder der unterschiedlichen Altersklassen stattfinden zu lassen. Das Interesse an potenziellen Lesepaten ist so groß, dass jetzt sogar noch ein zweiter Workshop und ein dritter in Nordkirchen durchgeführt wurden. Zusammen gearbeitet wird unter anderem auch mit der Stadtbücherei Lüdinghausen, die, stellvertretend durch Peter Mählmann, den Lesepaten mit Büchertipps zur Seite steht. Des Weiteren erhielten die Seminarteilnehmer einen Bücherausweis für ein Jahr zur kostenlosen Entleihe.
Wer interessiert ist, auch einen Lesepaten einzuladen, kann sich an die Fbs oder die Stadtbücherei St. Felizitas wenden. Auch seien neue ehrenamtliche Paten immer willkommen, so Dornhege.
VON KATHARINA BECKFELD |
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Die Abenteuer der wilden Küken |
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Lüdinghausen - Wozu man denn wohl Autoren brauche, fragte Thomas Schmid die Drittklässler der Ostwallgrundschule. „Zum Bücherschreiben, damit einem nicht langweilig ist“, hatte ein Mädchen die wohl passendste Antwort parat. Und so hatte denn der gebürtige Niederbayer in seinem Koffer aus Süddeutschland nicht etwa Hemden oder Socken mitgebracht, sondern das, was ein Buchautor für eine Autorenlesung tatsächlich braucht - Bücher.
Und eines davon stellte Thomas Schmid den Mädchen und Jungen besonders vor: „Die wilden Küken“. In dieser Kinderbuchreihe sind mittlerweile drei Bände erschienen, den vierten hat der Autor gerade abgeschlossen.
Die Bücher lehnen sich an das Vorbild „Die wilden Hühner“ von Cornelia Funke an. Den letzten Band dieser Reihe - „Die wilden Hühner und das Leben“ - hat allerdings Schmid verfasst, ebenso das Drehbuch zum gleichnamigen Kinofilm.
VON PETER WERTH, LÜDINGHAUSEN
(Gemeinschaftsprojekt der Ostwall-Grundschule und der Stadtbücherei St. Felizitas) |
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Leser der Bücherei dürfen mitentscheiden |
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Lüdinghausen - Peter Mählmann, seines Zeichens Leiter der Stadtbücherei St. Felizitas, und sein Team hoffen sehr, dass sich bis zum 16. April ganz viele Nutzer der Bücherei an der Leser-Umfrage beteiligen werden. Die Frage der Fragen lautet: Welche Zeitenschriften sollen künftig in der Bücherei ausgeliehen werden können?
Neben dem Stand, in dem zurzeit 50 Titel zu finden sind, liegen auf einem Tisch beige Stimmzettel. 80 Titel - von der „Bravo“ bis zur „Wohnidee“ - sind aufgelistet. Abos für alle 80 Titel wird es sicherlich nicht in der Bücherei an der Steverstraße geben, aber etwas mehr als die bisherigen 50 sollen es doch werden, kündigte am Freitag Peter Mählmann an.
Mählmann bittet die Leser und Leserinnen, sich die Stimmzettel anzusehen, die Titel, die sie interessieren, anzukreuzen und dann den Stimmzettel vorne in der Bücherei abzugeben. Auch eigene Vorschläge können gemacht werden.
Wer überdies seinen Namen unter auf dem Blatt angibt, nimmt an einer Verlosung. Der Gewinn: ein Jahr kostenlose Nutzung der Bücherei.
VON BETTINA LAERBUSCH, MÜNSTER |
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Stadtbücherei will schon bald E-Books anbieten |
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Jahresbericht 2010: Ausleihzahlen gesunken
-ben- LÜDINGHAUSEN. Seit Jahren konnte sich die Stadtbücherei St. Felizitas über stetig steigende Ausleihzahlen freuen. Das Jahr 2010 macht da jetzt eine negative Ausnahme. „Wir haben einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr um gut sieben Prozent zu verzeichnen“, erläutert Leiter Peter Mählmann bei der Vorstellung des Jahresberichts 2010. In absoluten Zahlen bedeutet das einen Rückgang von 210 211 Ausleihen im Jahr 2009 auf 194 729 im vergangenen Jahr. „Über die Gründe können wir nur spekulieren, da sich der Rückgang durch alle Bereiche erstreckt“, so Mählmann. Eine Vermutung habe man aber: der heftige Wintereinbruch im Januar und im November 2010. „Da sind viele Leute lieber daheim geblieben.“ Ein Rekordhoch ist dagegen bei der Zahl der Neuanschaffungen zu verzeichnen. Für circa 30 000 Euro wurden 4632 Bücher, Spiele, Zeitschriften, DVD‘s, Musik-CD‘s und Hörbücher neu in den Bestand aufgenommen. „Wir haben den Anspruch immer ein möglichst aktuelles Sortiment anbieten zu können“, erklärt der Büchereileiter. Das werde von den Nutzern auch erwartet. „Wenn zum Beispiel eine Neuerscheinung im Romanbereich in den Medien angekündigt wird, bekommen wir sofort die ersten Anfragen, wann das Buch bei uns in der Ausleihe ist.“
Für das Jahr 2011 hat sich die Stadtbibliothek – neben vielen anderen Aktionen wie dem Sommerleseclub oder der Nacht der Bibliotheken – ein großes Projekt vorgenommen. „Wir wollen im Verbund mit 15 Bibliotheken aus dem ganzen Münsterland eine Ausleihe von EBooks über das Internet anbieten. Dort kann sich der Nutzer dann sein Wunschbuch für einen gewissen Zeitraum herunterladen und auf einem geeigneten Gerät wie einem Reader, Laptop oder auch seinem Handy lesen.“ Wie das genau funktionieren soll und wie hoch die Leihgebühr sein wird – das stehe zurzeit alles noch nicht fest.
Ach ja, und dann wartet Peter Mählmann noch immer auf die neue Bibliothekssoftware, die vom Bistum bereits seit zwei Jahren angekündigt werde. „Mit dieser könnten unsere Nutzer von zu Hause aus über ihre Ausleihen verlängern oder auch Medien vormerken.“ |
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