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Buchtipp vom 31.12.2011 |
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Sie haben ein gutes Buch gelesen?Wenn sie auch andere Leser auf einen interessanten neuen Titel aufmerksam machen wollen, dann schreiben Sie doch eine kurze Besprechung. Wir schauen dann, ob wir die Rezension an dieser Stelle veröffentlichen können.
Es sollten Bücher sein, die auch im Bestand der Bücherei zu finden sind. |
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Buchtipp vom 25.08.2011 |
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 Sara Grant : Neva – 348 S. - fantasy & scifiDie 16-jährige Neva lebt mit ihrer Familie und ihren Freunden in „Heimatland, ein Land das, abgeschottet von der Außenwelt, unter einer undurchdringbaren Energiekuppel liegt und den Bewohnern Schutz und Sicherheit bieten soll. Doch das Leben in „Heimatland“ ist alles andere als idyllisch. Die Regierung überwacht jeden Schritt des Einzelnen, man hat keine Meinungsfreiheit mehr und durch die jahrelange Isolation unterscheiden sich die Bewohner äußerlich kaum noch voneinander. Um sich von den anderen abzuheben setzt sich eine Gruppe von Jugendlichen ein Kennzeichen. Unter ihnen auch Neva und ihre beste Freundin Sanna. Doch diese stumme Form des Protests genügt den Jugendlichen nicht mehr und sie beginnen gegen die Regierung zu rebellieren. Dabei bringt Neva sich nicht nur in tödliche Gefahr, sondern verliebt sich auch noch in den mysteriösen Braydon, den Freund von Sanna, der eines Tages einfach bei ihnen auftauchte.
Der Jugendroman „Neva“ von Sara Grant behandelt das neue und beliebte Thema Dystopie, Zukunftsvisionen, in denen sich die Welt und das Leben zum Negativen entwickelt haben.
Der Schreibstil ist fesselnd und gut verständlich. Beim Lesen hat man den Eindruck direkt in das Geschehene reingezogen zu werden, was durch die „Ich-Perspektive“ noch verstärkt wird. Man bekommt ein klares Bild von den Gedanken und Gefühlen der Protagonistin und hinterlässt selbst nach dem Lesen noch ein beklemmendes und nachdenkliches Gefühl.
Nicht ganz so gelungen finde ich dagegen die Nebencharaktere dieser Geschichte. Abgesehen von der Protagonistin Neva sind sie undurchsichtig und nicht so gut ausgearbeitet wie ich es gerne gehabt hätte. Man bekommt einen Eindruck von ihnen, doch lernt man sie nie gut genug kennen, um zu wissen, wie sie in den verschiedenen Situationen reagieren würden.
Der Anfang wie auch das Ende sind sehr überstürzt geschrieben und wirft eine Menge Fragen auf, die leider fast alle auch nicht beantwortet werden. Doch gerade deshalb kann ich dieses Buch nur empfehlen. Es ist nicht vorhersehbar, weswegen es auch bis zur letzten Seite spannend bleibt und es ist definitiv eine Abwechslung zu den üblichen Happy Ends. (Lau)
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Buchtipp vom 25.08.2011 |
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 Jana Frey : Wenn du mich brauchst – 365 Seiten – realitySky wächst in einer total verrückten Familie auf. Ihre Eltern können nicht miteinander leben, aber auch nicht ohne. In vaterlosen Zeiten meditiert ihre verrückte Mutter vor sich hin und raucht Cannabis. Ihr melancholischer Bruder Moon liebt seinen Olivenbaum und seine Gedichte. Als ihr kleiner Bruder erkrankt und eine Knochenmarkstransplantation braucht, bricht für die Familie eine Welt zusammen. Alle Familienmitglieder lassen sich auf Verträglichkeit testen, doch bei Sky besteht gar keine Familienzugehörigkeit. Sie ist nach der Geburt vertauscht worden!!
Das normale Leben einer jüdischen Familie in Los Angeles bricht nach dieser Erkenntnis fast auseinander, weil Hannah die vertauschte Tochter ist. Sie und Sky fühlen sich wie im freien Fall. Wie stehen sie nun zu den leiblichen Eltern und wie zu den bisherigen? Was ändert sich und was soll sich ändern? Müssen sie nun ihr Leben tauschen oder bleibt jeder bei seiner Familie? Und vor allem: lässt sich Hannah testen, um Skys Bruder vielleicht retten zu können?
Aus wechselnden Perspektiven erzählen beide 17-jährigen, was sie in ihrem Alltag bewegt. Die eine ist einfach nur genervt von ihrer Familie und geht bald zum Abschlussball mit einem jüdischen Jungen, der aber von anderen Jungen wegen seiner Religion gehänselt wird. Die andere geht in ihrem jüdischen Glauben auf und kümmert sich um ihre 97-jährige Urgroßmutter, die ein Geheimnis aus dem Dritten Reich mit sich trägt, aber nicht lüften will.
Die Geschichte spitzt sich nach dem Anruf des Krankenhauses zu und das ist gerade das Interessante an dem Buch. Die Einstellung zur Familie der beiden Jugendlichen ändert sich grundlegend und auch die Familie ist sich nicht sicher, wie sie nun mit der neuen Situation umgehen sollen. Sehr einfühlsam erzählt die Autorin von dem Gefühlschaos der Mädchen. Es geht um Familien und deren Zusammenhalt, um moralische Fragen und Liebe. (Wan)
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Buchtipp vom 25.08.2011 |
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 Josephine Angelini : Göttlich verdammt. – 494 Seiten - fantasy & scifiHelen ist 16 und wusste schon immer, dass sie anders ist. Sie ist schöner, stärker und schneller als die anderen Jugendlichen in ihrem Umfeld. Doch trotz allem führt Helen ein ganz normales Leben. Sie lebt mit ihrem alleinerziehenden Vater auf der kleinen Insel Nantucket, geht zur High School und führt den Alltag eines ganz gewöhnlichen Teenagers. All das ändert sich jedoch schlagartig, als die Familie Delos auf die Insel zieht. Gleich am ersten Schultag gerät Helen mit Lucas Delos aneinander und versucht, ihn umzubringen. Sie kann sich den Hass, den sie dieser Familie entgegenbringt, nicht erklären. Außerdem sind da noch diese unheimlichen Frauen aus ihren Alpträumen, die scheinbar nur sie sehen kann und immer auftauchen, wenn einer der Delos-Familie in der Nähe ist. Was passiert mit Helen? Wer sind die Delos? Und was hat es mit Helen’s Mutter auf sich, die sie nie kennen gelernt hat?
Insgesamt hat Josephine Angelini mit ihrem Debüt „Göttlich verdammt“ einen fantastischen Auftakt einer neuen Trilogie geschaffen.
Schon lange war ich nicht mehr so begeistert von einem Buch wie von diesem. Von der ersten Seite an hat mich die Geschichte gefesselt. Eine perfekte Mischung aus tragischer Liebesgeschichte und der griechischen Mythologie. Die Handlung ist spannend, mysteriös, tragisch und liebevoll zugleich. Der lebhafte, doch auch einfach gehaltene Schreibstil, der die Dinge, Landschaften und Handlungsorte präzise und sehr greifbar beschreibt, lässt einen in das Buch direkt eintauchen, doch bleibt noch genug Freiraum für die eigene Fantasy.
Herausragend sind natürlich auch die Protagonisten dieser Geschichte. Jeder einzelne von ihnen ist einzigartig, wunderbar gezeichnet, facettenreich und gut vorstellbar. Zum einen wäre da Helen, die von allen wohl die größte Entwicklung in Laufe des Buches durchmacht. Durch ihre natürliche Art wächst sie einem sofort ans Herz und so manch einer kann sich gut mit ihr identifizieren. Auf der anderen Seite ist da Lucas, mysteriös und sehr erwachsen für sein Alter. Am Anfang wirkt er noch unnahbar, doch seine Gefühle zu Helen scheinen ihn menschlicher und angreifbarer zu machen. Bei jedem dieser Charaktere macht es die Autorin einem leicht, sich direkt sie hineinzuversetzen. Man zweifelt, leidet, wächst, hofft, liebt und fürchtet mit ihnen. (Lau) |
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Buchtipp vom 06.05.2011 |
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 Geraldine Brooks : Die Hochzeitsgabe – 448 S. – HistorischesDie Autorin beschäftigt sich mit der Geschichte der Haggadah aus Sarajewo, einem jüdischen Manuskript aus dem 15. Jahrhundert. Dieses Buch existiert tatsächlich und hat eine abenteuerliche Reise hinter sich, der die Wissenschaftlerin Hanna durch kleine Hinweise nach und nach auf die Spur kommt.
Hannas Aufgabe besteht darin, kostbare Bücher zu restaurieren und mehr über das Leben damals zu erfahren. Anhand von Flecken in Einband, einzelnen Pinselhaaren auf Bildern und Tier- oder Pflanzenspuren kommt sie der vermutlichen Reise der Haggadah näher. In Rückblenden erfährt der Leser daraufhin, was damals tatsächlich geschah.
Die (erfundenen) Episoden, die immer tiefer in die Vergangenheit zurückgehen, schildern sehr lebendig die jeweilige Zeit, zeigen Konflikte zwischen Völkern und Religionen. Die Haggadah verbindet Menschen aus 500 Jahren, die es geschrieben, gemalt, es vor der Spanischen Inquisition und vor den Nazis gerettet haben.
Der Roman „Die Hochzeitsgabe“ beschäftigt sich mit einer interessanten Thematik und lässt sich, trotz der Zeitsprünge in die Vergangenheit und Gegenwart, gut lesen. (Wan)
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Buchtipp vom 11.03.2011 |
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 Kerstin Gier: Rubinrot. Liebe geht durch alle Zeiten (1) – 345 S. – mysteryCharlotte soll das Zeitreise-Gen geerbt haben und ist ihr ganzes Leben mit speziellem Unterricht darauf vorbereitet worden in die Vergangenheit zu reisen. Nun mit 16 Jahren ist sie in dem Alter, in dem die Zeitreisen einsetzen. Die ganze Familie ist gespannt als die Anzeichen, die eine Zeitreise ankündigen, bei Charlotte auftreten: Übelkeit und Schwindelattacken.
Ihre gleichaltrige Cousine Gwendolyn wird ebenfalls von Übelkeit und Schwindelattacken geplagt und findet sich plötzlich in einem ganz anderen Jahrhundert wieder. Schnell wird ihr klar, dass nicht ihre Cousine das Zeitreise-Gen geerbt hat, sondern sie selbst. Doch während Charlotte auf so ein Leben vorbereitet wurde, ist das alles für Gwendolyn Neuland. Wäre das alles nicht schon schlimm genug, muss sie ausgerechnet mit dem arroganten Gideon, der ebenfalls das Zeitreise-Gen geerbt hat, in der Zeit reisen, um Aufträge zu erledigen.
Kerstin Gier schafft es mit ihrem lockeren, flüssigen Erzählstil und der wirklich unterhaltsamen Geschichte, den Leser Zeit und Raum um sich herum vergessen zu lassen. Da ist es leicht passiert, dass man mal eben eine Stunde lang gelesen hat ohne sich darüber im Klaren zu sein.
Somit ist es nicht verwunderlich, dass der erste Band der Trilogie sofort in die Bestsellerlisten einstieg. (Schn)
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Buchtipp vom 11.03.2011 |
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 Joy Fielding: Im Koma - 415 S. – PsychothrillerNach einem gemeinsamen Essen mit ihren Freundinnen wird Casey Marshall in der Tiefgarage von einem Auto angefahren. Schwer verletzt fällt sie ins Koma. Als sie aufwacht, muss sie feststellen, dass sie weder sehen noch sich bewegen kann. Niemand weiß, dass sie wach ist. Sie kann hören, wie die Ärzte über ihren Zustand reden und wie ihre Freunde sich bei ihren Besuchen unterhalten. Die Polizei ermittelt in dem Fall und geht davon aus, dass es Unfall mit Fahrerflucht war. Doch Casey erfährt, dass der Unfall ein geplanter Mordanschlag war. Der Mörder hält sich in Caseys Nähe auf und will erneut versuchen sie zu töten. Wie soll Casey jemandem mitteilen, dass sie in Lebensgefahr schwebt?
Die Vorstellung, dass man im Bett liegt, nicht sehen und sich nicht bewegen kann ist ja schon schlimm. Aber wenn man dann noch weiß, dass sich dein Mörder in der Nähe befindet ist nicht nur schrecklich, sondern auch zum Verzweifeln. Wie soll man sich wehren? Wie soll man mitteilen, dass man in Gefahr ist?
Die außergewöhnliche Geschichte von Joy Fielding, lässt einen mit der Protagonistin mitzittern, weil man sich wirklich gut in sie hineinversetzen und ihre Ängste verstehen kann. (Schn)
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Buchtipp vom 10.02.2011 |
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 Sebastian Fitzek : Das Kind – 400 S. – ThrillerRobert Stern ist nur noch eine leblose Hülle. Vor zehn Jahren starb sein Sohn im Kindbett und seine Ehe ging daran zugrunde. Nun sitzt er in seiner leeren Villa, will einen Film aus der Videothek gucken und sieht sich plötzlich einem Baby im Krankenhausbett gegenüber, kurz bevor es aufhört zu atmen. Vollkommen verstört erkennt er seinen Sohn und lauscht auf die Stimme im Hintergrund.
Im Krankenhaus liegt der zehnjährige Simon, der einen Gehirntumor hat. An seinem Geburtstag schenkt ihm seine besorgte Krankenschwesterfreundin Carina eine Seelenrückführung, um ihm den Umgang mit dem Tod zu erleichtern. Dort jedoch findet Simon heraus, dass er vor 12 Jahren jemanden umgebracht hat. Und nicht nur diesen… Ist er in seinem früheren Leben wirklich ein Mörder gewesen?
Robert soll mit Simon den Mörder finden und stellen. Erst dann verspricht ihm die Stimme Gewissheit darüber, ob sein Sohn Felix noch lebt oder tatsächlich nach der Geburt starb.
Der Glaube von Robert und auch vom Leser wird auf eine harte Probe gestellt, als Simon nach und nach die Standorte von den Leichen nennen kann, die er in seinem alten Leben dort versteckte. Gibt es Wiedergeburt? Und was passierte auf der Säuglingsstation? Bilder von einem glücklichen zehnjährigen Jungen mit einem besonderen Muttermal wechseln zu dem sterbenden Baby mit eben diesem Mal. Die Gefühle fahren beim Lesen Achterbahn und Robert begibt sich auf einen Weg durch die Hölle.
Das Buch „Das Kind“ ist ein echter Pageturner und hält bis zum Ende die Lösung offen. Jedoch sind die Wege Roberts in die dunklen Ecken Berlins mit ihrer Prostitution, Gewalt und Kinderhandel nicht für jedermann geeignet. Für Thrillerfans ein gelungenes neues Buch von Sebastian Fitzek.
(Wan)
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Buchtipp vom 10.02.2011 |
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 P.J. Tracy : Sieh mir beim Sterben zu – 384 S. – ThrillerLeo Magozzi und Gino Rolseth bekommen ein Video zugespielt: eine Braut wird ertränkt. Kurz darauf wird tatsächlich die Leiche eines Mannes in Brautkleidern gefunden. Wer hat das Video gedreht und ins Internet gestellt? Polizei und FBI gehen einen ungewöhnlichen Weg und beauftragen die besten Hacker, nach „Snuff“-Videos im Internet zu suchen. Grace McBride und ihr Monkeewrench-Team finden gleich mehrere Filme im Netz, die sich später als grausame Beweisfilme von Morde herausstellen, die die Polizei nicht aufklären konnte. Wer steckt hinter den Videos? Und was für Konsequenzen haben diese, wenn sie online gestellt und von anderen Menschen gesehen werden?
Das Autorenteam greift das schwierige Thema der „Snuff“-Filme auf. In diesen werden reale Tode/Morde gezeigt. Gibt es wirklich einen Markt für so etwas? Und was empfinden die Regisseure solcher Videos? In gewohnt souveräner Weise ermitteln Magozzi und Rolseth in dem Fall der toten „Braut“ und zeigen dem hinzugezogenen FBI-Mann Smith, wie man mit Verdächtigen redet, um wichtige Hinweise zu bekommen. Auch das Team von Monkeewrench hat erneut schlagfertige Sprüche auf Lage und Erfolg beim Recherchieren.
Der fünfte Fall für Polizei und Monkeewrench überzeugt durch hohe Spannung, die sich bis zum Schluss hält. Entspannend wirken dabei die „Streitereien“ zwischen den beiden Polizisten und dem FBI-Mann Smith, der nach und nach auftaut und auch mal witzige Sprüche fallen lässt.
(Wan)
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Buchtipp vom 23.12.2010 |
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 Lauren Kate: Engelsnacht – 446 S. - fantasy&scifiDie 17-jährige Luce ist verzweifelt: Sie wird für den mysteriösen Tod ihres Freundes verantwortlich gemacht und vom Gericht in ein Internat geschickt, das sich als Besserungsanstalt entpuppt. Dort trifft sie auf Daniel, der ihr irgendwie bekannt vorkommt. Daniel streitet ab, sie zu kennen und weicht ihr aus, wo es nur geht, er scheint sie sogar zu hassen. Doch immer wenn Luce in Schwierigkeiten steckt und die gefährlichen Schatten sie umtanzen, die sie seit ihrer Kindheit umgeben, ist Daniel zur Stelle, um ihr zu helfen. Langsam kommt Luce dem Geheimnis von Daniel auf die Spur und was sie feststellt, kann sie kaum glauben…
Das Buch ist in der dritten Person geschrieben, was den einen oder anderen Leser vielleicht ein bisschen irritieren könnte.
Wer das Buch lesen möchte, sollte sich vorher nicht den Klappentext des Buches durchlesen, da dieser meiner Meinung nach schon zu viel verrät.
„Engelsnacht“ ist der Auftakt einer neuen Serie. (Schn)
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Buchtipp vom 15.10.2010 |
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 Jussi Adler-Olsen : Schändung – 458 S. – ThrillerAuf dem Schreibtisch von Carl Morck, dem Leiter des Sonderdezernat Q für alte, ungelöste Fälle, liegt die Akte eines merkwürdigen Falls: vor 20 Jahren ist ein Geschwisterpaar brutal ermordet worden, doch es gibt bereits einen Verurteilten, der sich ein paar Jahre nach den Morden gestellt hat. Niemand weiß jedoch, wie die Akte auf dem Schreibtisch von Carl gelandet ist. Als Carl Morck beginnt in dem Fall zu ermitteln, scheint jemand etwas dagegen zu haben, dass die Akte neu aufgerollt wird. Schließlich wird ihm sogar von oberster Stelle verboten, weitere Nachforschungen in dem Fall anzustellen. Doch gerade deswegen ist Carl Morcks Interesse geweckt, denn er entdeckt Ungereimtheiten und eine Liste brutaler Überfälle, die vermutlich mit dem Mord an den Geschwistern in Zusammenhang stehen.
Nach „Erbarmen“ ist „Schändung“ der zweite Bestseller mit dem Ermittler Carl Morck und seinem arabischen Assistenten Assad. Das Sonderdezernat Q bekommt nun Verstärkung von der zwangsversetzten Sekretärin Rose, die Morck lieber heute als morgen wieder loswerden möchte. Das ungleiche Dreiergespann Morck, Assad und Rose, sorgt für einen gewissen Unterhaltungswert. (SchnJ)
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Buchtipp vom 06.08.2010 |
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 Tanja Heitmann: Morgenrot – 479 S. - Horror Die junge Literaturstudentin Lea verbringt ein Auslandssemester in Osteuropa. In der Villa ihres Professors trifft sie auf Adam. Sofort ist sie von dem unwirklich schönen und schweigsamen Adam fasziniert. Doch dieser verhält sich merkwürdig: Mal entzieht er sich ihr, mal sucht er dringend ihre Nähe. Lea kommt schließlich hinter Adams dunkles Geheimnis: Er ist von einem Dämon besessen, der ihn zwingt Lea auf die dunkle Seite zu ziehen. Mit aller Macht kämpft Adam gegen diesen Zwang an, denn auch er ist von Lea fasziniert.
Seite für Seite eröffnet Tanja Heitmann dem Leser neue und erfrischende Ideen eines etwas anderen Vampir-Romans. Alles in allem eine wundervolle Lektüre, bestens geeignet für regnerische und romantische Abende vor dem Kamin mit Kerzenschein und gutem Wein. (SchnJ)
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Buchtipp vom 06.08.2010 |
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 Sebastian Fitzek: Der Augensammler – 442 S. – PsychothrillerDer Augensammler tötet die Mutter, entführt das Kind und gibt dem Vater 45 Stunden Zeit für die Suche seines Kindes. Nach Ablauf des Ultimatums tötet der Augensammler auch das Kind und entfernt ihm das linke Auge. Nun liegt der Fall anders, denn es werden Zwillinge entführt und am Tatort wird das Portemonnaie des ehemaligen Ermittlers Alexander Zorbach gefunden. Fortan wird er als Hauptverdächtiger gehandelt. Immer mehr Indizien sprechen gegen ihn. Als Alina Gregoriev, eine blinde Physiotherapeutin, behauptet sie hätte den Augesammler behandelt, schenkt ihr die Polizei keinen Glauben. Doch für Alexander Zorbach könnte ausgerechnet die blinde Physiotherapeutin die letzte Hoffnung sein, um seine Unschuld zu beweisen.
Man darf sich nicht von den Seitenzahlen verwirren lassen: das Buch fängt tatsächlich mit Seite 442 und dem Epilog an und endet mit der 1. Seite. Dies ist aufgrund des Countdowns im Buch und der damit verbundenen Spannung, eine geniale Idee.
Das Buch ist aus der Sicht von Alexander Zorbach geschrieben, aber sowohl die Physiotherapeutin, als auch eins der entführten Kinder kommen zu Wort.
Um die Figur der blinden Alina Gregoriev so realistisch wie möglich darzustellen und nicht die „typischen Fehler der sehenden Personen“ zu machen, stand Sebastian Fitzek im regelmäßigen Kontakt mit blinden und sehbehinderten Menschen. (SchnJ)
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Buchtipp vom 05.07.2010 |
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 Richard Montanari : Septagon – 461 S. – ThrillerIm Keller eines Hauses wird eine junge Frau gefunden. Todesursache: Ertrunken; wo doch weit und breit kein Wasser ist. Kurz darauf taucht wieder eine Ausreißerin auf – von sieben Schwertern durchbohrt. Die Morde erinnern in perfider Weise an Zauberkunstücke. Wer ist der Serienmörder, der junge Mädchen entführt und für seine „Vorstellungen“ missbraucht? Ein grausames Spiel beginnt, dem sich Detective Jessica Balzano und Kevin Byrne stellen müssen. Es tauchen immer wieder Hinweise auf, die zum nächsten Opfer führen. Nur der Täter scheint einen Tarnumhang zu haben…
Ein spannender Thriller mit dem bewährten Team um Jessica Balzano. Wie bei einer Schnitzeljagd gibt es immer wieder verschlüsselte Hinweise auf das nächste Opfer oder auch auf den Täter selber. Der Mörder bekommt von Anfang an eine eigene Stimme und beschreibt sein Tun. Durch kurze Kapitel und Szenenwechsel bleibt der Spannungsbogen bis zum Ende bestehen. Der Autor zeichnet ein dichtes Psychogramm des Mörders und gibt Einblick in seine kranke Psyche. Ein gelungener Roman der bis zum rasanten Showdown schnell zu lesen ist, weil man Ermittler und Mörder gleichermaßen über die Schulter blicken und mitfiebern kann.
(Wan)
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Buchtipp vom 15.06.2010 |
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 Alyson Noel : Evermore – Der blaue Mond – 368 S. – FantasyEver ist endlich mit ihrer großen Liebe Damen zusammen - alles scheint perfekt zu laufen. Doch mit Damen stimmt etwas nicht. Er hat Schweißausbrüche und ihm ist schwindelig. Aber das kann gar nicht sein, denn Damen wird niemals krank! Auch die Schüler an Evers Schule verhalten sich merkwürdig. Und dann wenden sich sogar ihre beiden einzigen Freunde gegen Ever. Was hat der neue Schüler, der bei allen so beliebt ist, mit all dem zu tun? Ever muss dringend ins Sommerland aufbrechen, um Damen zu retten. Dort wird sie vor eine sehr schwierige Entscheidung gestellt.
Nach „Evermore – Die Unsterblichen“ ist dies der zweite Teil der Evermore-Reihe. Wieder ist es der Autorin gelungen mit Ever und Damen die Bestsellerlisten zu stürmen. Der 2. Band knüpft direkt an den ersten Band an und hält eine Menge Spannung und Überraschungen bereit.
Für Evermore-Fans dringend empfohlen! (SchnJ)
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Buchtipp vom 27.05.2010 |
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 Volker Klüpfel und Michael Kobr : Rauhnacht – 361 S. – KrimiZur Eröffnung des Berghotels sind Kommissar Kluftinger und Doktor Langhammer, sowie deren Frauen von der Hotelchefin zu einem Krimi-Dinner eingeladen worden, an dem noch weitere geladene Gäste und Gewinner von Preisausschreiben teilnahmen. Doch am Abend des geplanten Krimi-Dinners geschieht ein realer Mord. Das rätselhafte an dem Mord: Das Opfer befindet sich in einem von innen verschlossenen Raum. Da das Hotel wegen der schweren Schneefälle von der Außenwelt abgeschnitten ist, muss Kommissar Kluftinger den Fall selbst lösen. Und das ist gar nicht so einfach, wie es scheint! Dabei erhält er auch noch tatkräftige „Unterstützung“ von Doktor Langhammer, was Kluftinger manchmal zur Weißglut treibt.
Das Duo Kluftinger und Langhammer garantieren für einen lustigen und unterhaltsamen Roman. Bei den Ermittlungen, bei denen Doktor Langhammers Hobby-Detektivkoffer nicht fehlen darf, gerät der Leser auch das ein oder andere Mal ins Schmunzeln.
Auch für Leser, die noch kein Buch mit dem Kommissar Kluftinger gelesen haben. (SchnJ)
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Buchtipp vom 07.05.2010 |
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 Sofie Cramer : SMS für dich – 238 S. – LiebeClara ist traurig und verzweifelt. Ihr Freund Ben ist ums Leben gekommen. Sie vermisst Ben so sehr, dass sie nach einigen Monaten beschließt ihm eine SMS zu schreiben. Dadurch fühlt sie sich ihm verbundener und beschließt daraus ein Ritual zu machen und ihm jeden Abend eine SMS zu schreiben. Was Clara allerdings nicht weiß: Bens Handynummer wurde inzwischen wieder neu vergeben – und nun bekommt Sven die Nachrichten die eigentlich an Ben gerichtet waren. Nun stellt Sven sich die Frage: Was soll ich tun?
Ein liebenswürdiger Roman, der mit einfühlsamen Worten abwechselnd aus der Sicht von Clara und Sven geschrieben wurde. Das perfekte Buch für schöne sonnige Tage.
Die Autorin schrieb den Roman unter dem Pseudonym Sofie Cramer, da die Geschichte in Teilen autobiografisch ist. (SchnJ)
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Buchtipp vom 01.04.2010 |
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 Jussi Adler-Olsen : Erbarmen – 416 S. – ThrillerMarcus Jacobsen, Chef der Mordkommission, erklärt Carl Morck kurzerhand zum Leiter des neu eingerichteten Sonderdezernats Q. Die Aufgaben des Sonderdezernats bestehen darin, alte ungelöste Fälle neu aufzurollen, Spuren nachzugehen und die Akte endgültig zu schließen. Carl Morcks erster Fall ist Merte Lynggaard, eine Politikerin, die vor 5 Jahren verschwunden ist. Die Polizei ging damals davon aus, dass sie von einer Fähre gestürzt ist und sich das Leben nehmen wollte. Für Carl Morck, Leiter des neu eingerichteten Sonderdezernats Q, beginnt nun ein atemloser Wettlauf um das Leben einer Frau, die längst als tot gilt.
Der dänische Krimiautor Jussi Adler-Olsen landete mit „Erbamen“ verdienter Maßen in den deutschen Bestsellerlisten, denn er schafft es, seinen Leser mit einer atemberaubenden Spannung in den Bann zu ziehen.
Die dänischen Namen sind etwas gewöhnungsbedürftig, was man aber nach einigen Seiten dank der spannenden Geschichte wieder vergessen hat.
(SchnJ)
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Buchtipp vom 25.03.2010 |
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 Child, Lincoln : Nullpunkt - 396 S. – Thriller Auf einer entlegenen Militärbasis, der Fear Base, am Rande des Fear-Gletschers in Alaska forscht ein Team aus Wissenschaftlern nach den Ursachen der globalen Erderwärmung. In einer Höhle stoßen sie auf ein eingefrorenes Fossil. Da das ganze Projekt durch einen Fernsehsender finanziert wird, dauert es nicht lange, bis dieser von dem Fund erfährt. Die Produzenten wittern Ihre große Chance. In einer Live Sendung wollen sie das uralte Fossil auftauen.
Doch eines Nachts ist die Kreatur plötzlich verschwunden. Zuerst geht man von einem Diebstahl aus, doch dann wird ein Mitarbeiter des Filmteams in Stücke gerissen. Auch hier denkt man zuerst an den Angriff eines Polarbären. Doch schon bald findet man Beweise, die dagegen sprechen.
Lincoln Child versteht es die Leser in seinen Bann zu ziehen. Er zieht hier alle Register eines klassischen Horrorthrillers. Ein plötzlich einsetzender Schneesturm verhindert, dass irgendwer die Basis verlassen kann. Die Räume befinden sich auf mehreren Ebenen, die Flure sind lang und verwinkelt und die Beleuchtung ist ziemlich dürftig. Die optimale Kulisse für eine albtraumhafte Hetzjagt.
(SchnB)
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Buchtipp vom 22.03.2010 |
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 Ditmar Doerner : Schneefeste – 357 S. – KrimiWas gibt es besseres für die Kommissare der Polizei, wenn sie einen Mord aufklären müssen und alle Tatverdächtigen sind greifbar und können den Ort des Geschehens nicht verlassen? Doch so einfach ist es denn doch nicht. Ben Deicker und Tom Heller von der Mordkommission werden in ein kleines Dorf gerufen, in dem ein Mord geschehen ist. Das Problem besteht aber schon darin dorthin zu kommen. Mit halsbrecherischem Skikönnen gelangen die beiden dann doch noch in das eingeschneite Dorf und nehmen die Ermittlungen auf. Leider spielen die Dorfbewohner nicht so richtig mit und nach und nach kommen Intrigen und Aggression ans Licht, die die Lösung des Falles nicht einfacher machen. Da scheint der bedrohliche Zuchtbulle, der sich aus seinem Stall befreit hat, nur ein kleines Problem zu sein.
Der Journalist und Autor Ditmar Doerner bringt ein neues Ermittler-Duo in die Krimiszene. In einer trostlosen und bedrohlichen Atmosphäre beschreibt er die Suche nach dem Täter eines Mordes (oder zwei, oder noch mehr?) Mit dem eingeschneiten Dorf wird ein „locked room“ geschaffen, wie man es von den Krimis von Agahta Christie kennt. Ich finde diesen Erstling überzeugend geschrieben und bin gespannt wie es mit dem Ermittler-Duo weitergeht, denn ein weiterer Krimi ist schon angekündigt.
(Mae)
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Buchtipp vom 15.03.2010 |
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 Kristin Cashore : Die Beschenkte – 487 S. – Fantasy & ScifiDie junge Katsa, die im Königreich der Middluns lebt, ist in allen sieben Königreichen bekannt und gefürchtet: Denn sie hat die Gabe des Tötens. König Randa, ihr Onkel, nutzt diese Gabe aus, damit Katsa die Menschen bestraft, die ihm nicht gehorchen. Als sie Bo dem Prinzen von Lienid begegnet weiß sie sofort, dass auch er beschenkt ist – sie ist sich nur nicht sicher, mit welcher Gabe. Nachdem es Katsa und zwei ihrer Freunden gelungen ist, den Großvater von Bo zu retten, machen sich Bo und Katsa auf den Weg durch die Königreiche, um den verantwortlichen König ausfindig zu machen. Doch die beiden stellen fest, dass hinter der Entführung mehr steckt als nur eine kleine Intrige. Auf ihrem gemeinsamen Weg durch Schnee und Eis, über Meere und Gebirgsketten werden sie zu Verbündeten – und zu einem leidenschaftlichen, unabhängigen, innigen, streitenden, liebenden Paar.
Ein Roman mit vielen Facetten wird hier von Kristin Cashore mit außergewöhnlich bildlichen Beschreibungen vorgestellt. Die Geschichte wandelt sich im Laufe des Romans, sodass beim Lesen keine „Leerlauf-Stimmung“ aufkommt. Cashore geleitet den Leser mit viel Fanatasie, Spannung und Leidenschaft durch den Roman, ein absoluter Page-Turner. Für alle Fans von Licia Troisi!
(SchnJ)
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Buchtipp vom 08.03.2010 |
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 Alyson Noel : Evermore – Die Unsterblichen – 373 S. – FantasyEvers Familie hat einen schweren Autounfall, bei dem ihre Eltern und ihre Schwester sowie ihr Hund sterben. Die einzige Überlebende ist Ever, die fortan bei ihrer Tante lebt. In ihrer neuen Schule ist sie eine Außenseiterin. Niemand weiß, dass Ever eine besondere Fähigkeit hat: Denn seitdem sie dem Tod so nah war, kann sie die Gedanken der anderen Menschen um sie herum hören. Als ein neuer Schüler an die Schule kommt ist Ever fassungslos, denn sie kann Damens Gedanken nicht hören. Kann es sein, dass Damens Seele tot ist und er schon längst nicht mehr lebt? Aber woher kommen dann die starken Gefühle, die sie beide verbinden?
Alyson Noel schaffte es mit dem ersten Titel aus der Reihe „Evermore“, die auf sechs Teile angelegt ist, direkt in die amerikanischen und die deutschen Bestsellerlisten.
Beim Lesen des Buches vergisst man die Zeit und 373 Seiten kommen einem sehr kurz vor, denn wenn man einmal angefangen hat zu lesen kann man so schnell nicht mehr aufhören! Eine romantisch-mysteriöse Geschichte für Jugendliche und Erwachsene.
Auf Band 2 („Der blaue Mond“) kann man sich jetzt schon freuen, denn eine Leseprobe zu dem neuen Band befindet sich auf den letzten 5 Seiten des Buches. (SchnJ)
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Buchtipp vom 01.02.2010 |
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 Suzanne Collins : Tödliche Spiele (Die Tribute von Panem ; 1). - 414 S. - Fantasy & ScifiIn einer fernen Zukunft ist Nordamerika in 12 Distrikte eingeteilt und wird von dem mächtigen Kapitol regiert. Jedes Jahr finden die Hungerspiele statt, für das jeder Distrikt zwei Kinder in die Arena schicken muss. Ziel ist es, gegen alle zu gewinnen, denn nur einer kann Sieger werden. Das Kapitol beobachtet die Kämpfe mit Kameras und lässt alle Bewohner erleben, wie sich die Kinder gegenseitig töten oder durch künstlich hervorgerufene Naturgewalten sterben. In diesem Jahr wird die 12jährige Prim ausgelost, doch ihre 16jährige Schwester Katniss meldet sich an ihrer statt. Als zweiter Tribut soll Peeta für den 12. Distrikt kämpfen ; gerade er, der Katness und ihrer Familie bereits einmal das Leben gerettet hat. Doch es darf nur ein Kind übrig bleiben...
Geradezu gesellschaftskritisch liest sich dieses Jugendbuch, dass sich mit dem ernsten Thema Unterhaltung um jeden Preis beschäftigt. Eine Mischung aus römischen Gladiatorenkämpfen und Big Brother. Das junge Mädchen Katness scheint fast normal zu sein, weil sie sich gegen das Kapitol wehrt und heimlich Tiere jagt, damit ihre Familie genug zu essen hat. Ihre rebellische und doch herzensgute Art und Weise machen die Heldin sympathisch. Aber man liest fast kopfschüttelnd das spannende Buch und denkt: warum wehrt sich keiner gegen diese grausamen Spiele? Und doch hat man Schaulustige und live übertragene Verfolgungsjagden im Hinterkopf, die einem vor Augen führen, dass ein großer Schuss Realismus in die Geschichte verwoben ist.
Ich bin gespannt, wie sich die Geschichte um Katness und Peeta weiter entwickeln wird, denn es sollen noch zwei weitere Bände folgen. (Wan)
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Buchtipp vom 11.01.2010 |
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 Guillermo Del Toro und Chuck Hogan : Die Saat. - 528 S. - HorrorEin Flugzeug landet in New York auf dem Flughafen und plötzlich setzen alle Geräte aus. Kein Funkspruch, kein Handynotruf – die Außenwelt bekommt keinen Kontakt zu den Passagieren. Ein terroristischer Anschlag? Eine Geiselnahme? Als die Feuerwehr zusammen mit dem Chef der Seuchenschutzbehörde Ephraim Goodweather in das Flugzeug eindringt, entdecken sie das Unfassbare: alle Passagiere sitzen friedlich auf ihren Plätzen – nur tot. Untersuchungen auf Viren oder gefährliche Gase verlaufen negativ. Goodweather und seine Assistentin Nora stehen vor einem Rätsel, was die Obduktion der Passagiere lösen soll. Doch nachdem alle Leichen auf die Krankenhäuser der Stadt verteilt wurden verschwinden mehrere über Nacht.
Wer sollte 200 Leichen stehlen? Goodweather bekommt Besuch von einem alten rumänischen Einwanderer, Professor Setrakian, Dieser erzählt ihm eine Legende, die er kaum glauben kann …
Der bekannte Regisseur Guillermo Del Toro wagt sich jetzt selber ans Schreiben. Das Resultat ist ein spannender Roman, der das gerade angesagte Thema Vampire neu angeht. Es folgen aber keine Liebesgeschichten oder softe Typen mit Vampirzähnen, sondern knallharter Horror. Del Toro nimmt sich der Klischees an und arbeitet sie wissenschaftlich auf für unsere heutige Welt. Streckenweise verkommt der Roman leider zu einem wahren Gemetzel, wenn Goodweather dank Professor Setrakians Anweisungen den frisch gewordenen Vampiren auf den Laib rückt. Das Ende ist etwas schlapp, jedoch sollen ja noch zwei Bände folgen und die Spannung aufrecht erhalten. (Wan)
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Buchtipp vom 17.07.2009 |
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 Anne Helene Bubenzer : Die unglaubliche Geschichte des Henry N. Brown – 416 S. - 2008 Henry N. Brown wird am 16. Juli 1921 als Teddybär geboren. Er erblickt das Licht der Welt, als ihm das zweite Auge angenäht wird. Er begleitet Kinder und Erwachsene durch Europa des zwanzigsten Jahrhunderts und erlebt Krieg und Frieden, Höhen und Tiefen – aus seinen Augen gesehen und mit seinem Herzen erlebt. Immer wieder geht er verloren, wird gefunden und lernt neue Menschen kennen und lieben, die in ihm jemanden zum Trösten finden. Doch auch er hat ein Geheimnis in sich, dass seine erste Besitzerin ihm schenkte – sie nennt es nur „die Liebe“. Ein Geheimnis, das er sein ganzes Leben lang bewahrt und ihn von allen Bären unterscheidet ...
Ein Teddybär zum Liebhaben und Kuscheln – wer braucht so jemanden nicht hin und wieder? Aus den Augen von Henry N. Brown erlebt der Leser Glück und Leid seiner wechselnden Besitzer. Diese kleine aber feine Geschichte lebt von den Gefühlen des Teddybären Henry. Man möchte direkt selber in den nächsten Antiquitätenladen gehen und auf so einen schönen Fund hoffen, den man lieb haben kann und der einem immer zuhört. Die Ereignisse des zwanzigsten Jahrhunderts, die Henry mit seinen Besitzern erlebt sind sehr persönlich und unmittelbar erzählt, so dass man sich direkt hineinversetzt fühlt. (Wan)
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Buchtipp vom 23.04.2009 |
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 Carolyn Jessop : Gefangene im Namen Gottes - 446 S. – BiographieCarolyn Jessop wurde in eine amerikanische Sekte hineingeboren, die sich „Fundamentalistische Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“ nennt. Zwangsehen und Polygamie sind in der Sekte ganz normal. So wurde Carolyn mit achtzehn Jahren in eine arrangierte Ehe mit Merril Jessop gezwungen, einem fünfzigjährigen Mann, den sie kaum kannte. Carolyn, seine vierte Frau, bekam innerhalb von fünfzehn Jahren acht Kinder. Frauen werden keinerlei Rechte zugestanden und müssen ihrem Ehemann bedingungslos gehorchen. Deshalb wurde Carolyns Leben zur Hölle und so hat sie nur noch einen Wunsch: Sie will mit ihren acht Kindern aus der Sekte fliehen.
Man liest die Lebensgeschichte der Autorin mit Staunen und großer Fassungslosigkeit, da man sich nicht vorstellen kann, dass es so eine Sekte wirklich gibt. Carolyn Jessop erlebte die Hölle und bewies großen Mut, indem sie ihre Kinder schützte.
(SchnJ)
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Buchtipp vom 17.04.2009 |
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 Cain, Chelsea : Grazie. – 378 S. – ThrillerDetective Archie Sheridan schafft es nicht von der Massenmörderin Gretchen Lowell loszukommen. Nachdem er nur knapp der Psychopathin nach einer Folterorgie entkommen ist, besucht er sie regelmäßig im Gefängnis und versucht Informationen über ungeklärte Morde von ihr zu bekommen.
Doch ein neuer grausamer Mord fordert dann die Aufmerksamkeit des Detectives. Die Ermittlungen führen schon bald zu einem Senator, der bei einem Autounfall ums Leben kommt und der Fall bekommt ungeahnte Dimensionen.
Währendessen entkommt Gretchen aus dem Gefängnis und Archie gerät erneut in ihre Fänge. Ob er dieses mal überleben wird soll hier nicht verraten werden …
Wie schon im Vorgänger „Furie“ gelingt es Chelsea Cain einen packenden Thriller vorzulegen. An manchen stellen sollte man als Leser nicht zu empfindlich sein, wer aber gute Nerven und einen guten Magen hat wird seinen Spaß beim Lesen haben.
(Mae)
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Buchtipp vom 19.03.2009 |
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 Garner, Helen : Das Zimmer – 173 S. – Besondere SchicksaleHelens Freundin Nicola ist schwer an Krebs erkrankt. Die Ärzte können Nicola nicht mehr helfen, deshalb beschließt sie, sich einer dreiwöchigen alternativen Krebstherapie zu unterziehen. Helen lädt Nicola ein, in dieser Zeit bei ihr zu wohnen. Helen hat an alles gedacht und ihr ein Zimmer zurecht gemacht, in welchem Nicola während der drei Wochen wohnen wird. Und doch trifft es Helen völlig unvorbereitet, in welchem schlechten Zustand ihre Freundin und wie kräftezehrend ihre Pflege ist.
(SchnJ)
Dank der klaren und einfühlsamen Worte, schafft Helen Garner es, ihre Leser mit der Geschichte zu begeistern, sodass man das Buch einfach und schnell lesen kann. Das Buch der Australierin landete zu Recht in der australischen Bestsellerliste. |
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Buchtipp vom 25.08.2011 |
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 Richard Doetsch : Die 13. Stunde – 416 Seiten – ThrillerNicholas Quinn sitzt im Verhörraum der Polizei und wird beschuldigt, seine Frau erschossen zu haben. Außerdem steht der Mord in Verbindung mit dem Absturz eines Passagierflugzeugs, bei dem über 200 Menschen umgekommen sind. Er ist unschuldig, doch keiner glaubt ihm. Ein Fremder betritt den Raum, gibt ihm eine goldene Taschenuhr die rückwärts zu laufen scheint und sagt, dass er damit in die Vergangenheit reisen könne. Dreizehn Stunden hat er Zeit, um den Mord an seiner Frau zu verhindern. Wenn er die Uhr verliert oder stirbt, hat er seine geliebte Frau und sein Leben verloren.
In dem spannenden Thriller von Richard Doetsch gibt es vielleicht Zeitreiseparadoxa, aber trotzdem bleibt die Geschichte in sich schlüssig. Stunde für Stunde reist Nicholas in die Vergangenheit, versucht diese zu verändern und erlebt doch immer wieder herbe Rückschläge. Das Schicksal scheint gegen ihn und das Leben seiner Frau zu sein. Bis zum Ende bleibt das Buch spannend und ist ein echter Pageturner. Für alle Thrillerfans!! (Wan)
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Buchtipp vom 25.08.2011 |
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 Günter Ohnemus : Siebzehn Tage im August – 275 S. - thrill & adventureKurz vor den Sommerferien ist die Welt für Nick (16) und Finn (17) noch in Ordnung. Die beiden sind seit Kindesbeinen an die besten Freunde und nichts kann das ändern. Als Finn von dem Mitschüler Sven in eine Schlägerei verwickelt wird und bei der Messerattacke als Sieger hervorgeht beginnt sich alles zu verändern. Denn kurz drauf wird Sven tot aufgefunden und für die Polizei und alle anderen ist Finn der Täter. Kurzerhand beschließen Nick, der an die Unschuld seines Freundes glaubt, und Finn zusammen zu fliehen. Im Bayerischen Wald lernen sie die Studentin Laura kennen, die Ihnen hilft sich vor der Polizei zu verstecken. Gemeinsam erleben die drei einen unvergesslichen Sommer, immer auf der Hut vor der Polizei. Doch da bleibt immer noch die Frage wer war der Täter, kann Nick seine Zweifel abschütteln und seinem Freund Finn vertrauen?
Der mit mehreren Preisen ausgezeichnete Autor Günter Ohnemus hat mit der Geschichte von Nick und Finn einen fesselnden Jugendroman vorgelegt. Die Geschichte wird aus der Perspektive von Nick erzählt und man bekommt einen tiefen Einblick in das Seelenleben eines 16jährigen. Beim Lesen der Geschichte habe ich ständig meine Meinung geändert in welches Genre dieser Roman passt. Sicher es handelt sich um einen Krimi, doch es steckt soviel mehr in diesem Buch, es geht um wahre Freundschaft, um persönliche Überzeugungen und auch um Liebe. Es ist ein ideales Buch sowohl für Mädchen als auch für Jungen, die, wie ich auch, über das Ende hinaus nicht losgelassen werden. Schön wäre es mal so ein Buch als Klassenlektüre in den Schulen zu finden. (Mae)
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Buchtipp vom 25.08.2011 |
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 Sarah Ockler: Die Sterne leuchten immer noch – 348 S. – loveAnna fährt mit ihrer besten Freundin Frankie und deren Eltern nach Kalifornien in den Urlaub. In den 3 Wochen, die sie dort verbringen, wollen die beiden Freundinnen jeden Tag einen Jungen kennenlernen. Frankie ist der Meinung, dass Anna sich endlich verlieben soll. Doch was Frankie nicht ahnt: Annas erste große Liebe war Matt – Frankies Bruder, der vor einem Jahr gestorben ist. Im Urlaub treffen die beiden Mädchen dann auf ein paar Jungs, Anna hat sich jedoch geschworen sich nie wieder zu verlieben. Doch mit Sam ändert sich alles…
Das Buch erzählt auf authentische Weise, wie schwierig es für eine Familie nach dem Verlust eines geliebten Menschen ist, weiterzuleben und wie sehr das Familienverhältnis darunter leidet. Auch die Gefühlswelt der Protagonistin wird anschaulich dargestellt, so dass man sich sehr gut in sie hineinversetzten kann. Man leidet mit, wenn sie ihren Freund verliert - von dem aber keiner erfahren darf, dass er ihr Freund war und man freut sich für sie, dass sie sich wieder neu verlieben kann – auch wenn sie nicht weiß, ob sie die Gefühle zulassen darf oder nicht.
„Die Sterne leuchten immer noch“ ist das erste Buch der Autorin.
(Schn) |
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Buchtipp vom 25.08.2011 |
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 Richelle Mead: Schicksalsbande (6) – 523 S. - HorrorRose wird verdächtigt die Königin der Moroi getötet zu haben und sitzt im Gefängnis. Mit der Hilfe von Dimitri und ihren Freunden kann sie aus dem Gefängnis fliehen. Ihre Freunde wollen am Königshof ihre Unschuld beweisen und den wahren Mörder der Königin suchen. Doch das erweist sich als schwierig, da die Wahl der neuen Königin oder des neuen Königs ansteht. Rose und Dimitri versuchen währenddessen herauszufinden, wer Lissas Bruder oder Schwester ist. Auch diese Aufgabe ist nicht leicht, denn Rose ist eine gesuchte Mörderin und Dimitri ein ehemaliger Strigoi, dem die Wächter immer noch nicht trauen. Doch Rose und Dimitri müssen die Wächter abhängen, ansonsten werden sie Rose töten.
Das lange Warten hat ein Ende: Endlich ist der letzte Teil der Serie „Vampire Academy“ erschienen, der zugleich in den Bestseller-Listen gelandet ist. „Schicksalsbande" ist genauso spannungsgeladen wie seine Vorgängerbände (Blutsschwestern, Blaues Blut, Schattenträume, Blutschwur, Seelenruf) und es ist nicht zu viel versprochen, wenn man sagt, dass das Buch ein echter Pageturner ist. Am Ende des Buches ist man jedoch traurig, da die Geschichte nun endgültig endet. (Schn) |
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Buchtipp vom 15.03.2011 |
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 Ally Condie : Die Auswahl – 452 S. – fantasy & scifi (ab 13 Jahre)Cassia ist ein 17 jähriges Mädchen, das von der Gesellschaft mit Xander gepaart wird. Die Paarung ist nur eine Sache, die von den Funktionären der Gesellschaft fest geregelt ist. Auch alle anderen Lebensbereiche werden nicht einfach der freien Entscheidung der Mitbürger überlassen, sondern alles wird zum Wohle der Menschen bestimmt, bis hin zum Tod.
Bei der Paarung unterläuft den Funktionären aber ein folgenschwerer Fehler, bei dem Cassia auf dem Mikrochip, der Informationen über ihren Partner enthält, plötzlich ein anderer Junge auftaucht. Durch diesen Fehler wird Cassias Neugier geweckt und sie fragt sich ob Xander wirklich der Perfekte Partner für sie ist. Immer mehr seltsame Dinge passieren und bei Cassia setzen die Zweifel an der Gesellschaft ein. Hat der einzelne doch eine Möglichkeit sich selbst zu entscheiden?
Beim Lesen dieses 1. Bandes einer neuen Fantasy-Serie entsteht eine sehr beklemmende Stimmung. Am Anfang entsteht noch der Eindruck, dass es sich um eine ideale Gesellschaft handelt, aber je tiefer man eintaucht und je mehr man erfährt umso abstoßender wird das ganze Konstrukt. Man begleitet die Protagonisten bei ihrer Entwicklung zum Widerstand und zur Eigenständigkeit und man hofft, dass in den nächsten Bänden die Geschichte eine positive Wendung nimmt. Wir dürfen gespannt sein! (mae)
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Buchtipp vom 11.03.2011 |
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 Maggie Stiefvater: Nach dem Sommer – 423 S. – fantasy&scifiGrace freut sich auf den Winter, denn dann kommen die Wölfe wieder in den Wald. Der Sommer dagegen scheint ihr viel zu lang zu sein. In diesem Sommer ist jedoch alles anders: Als Grace Sam kennen lernt, verliebt sie sich in ihn und weiß sofort, dass er einer der Wölfe ist. Doch es ist Sams letzter Sommer als Mensch, danach wird er für immer ein Wolf bleiben. Der Winter rückt näher und Sam muss sich vor der Kälte schützen, um sich nicht in einen Wolf zu verwandeln. Grace versucht die Zeit mit Sam zu nutzen, solange er noch ein Mensch ist. Doch gegen den Winter sind sie machtlos …
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Grace und Sam erzählt, sodass man die Gefühlswelt der Beiden kennen lernt und sich besser in sie hineinversetzen kann. Bei jedem Kapitel wird die Außentemperatur angezeigt, was für die Geschichte sehr wichtig ist, denn Sam verwandelt sich wenn es kalt ist. Das Buch ist vor allem für Jugendliche und junge Erwachsene geeignet, aber auch alle anderen werden ihre Freude am Lesen des Buches haben.
„Nach dem Sommer“ ist der Auftakt einer Trilogie. (Schn)
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Buchtipp vom 11.03.2011 |
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 Tess Gerritsen: Totengrund – 413 S. – PsychothrillerMaura Isles trifft bei einer Fachtagung auf Doug, einen alten Bekannten. Er macht ihr den Vorschlag, nach der Tagung einen Skiausflug mit ihm und seinen Freunden zu machen. Aufgrund von Beziehungsproblemen mit Daniel Brophy sagt Maura spontan zu. Der Ausflug wird zum Horrortrip: Das Auto kommt von der schneebedeckten Straße ab und die Fünf müssen zu Fuß weiter gehen. In dem kleinen Dorf Kingdom Come suchen sie Unterschlupf. Doch etwas ist seltsam an dem Dorf: Niemand ist dort, die Fenster und die Türen sind auf und die gedeckten Tische in den Häusern wirken befremdlich. Die Bewohner scheinen das Dorf fluchtartig verlassen zu haben.
Detective Jane Rizzoli macht sich Sorgen und begibt sich auf die Suche nach ihrer Freundin Maura, mit einer erschreckenden Erkenntnis: Maura ist tot.
Der neue Bestseller der Autorin ist einer ihrer spannendsten Romane, der von Anfang bis Ende nicht an Hochspannung verliert. Wenn man das Buch abends im Bett liest sollte man schon starke Nerven haben. Die Geschichte fesselt einen so sehr, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen kann.
Ein neuer Roman für Fans von Jane Rizzoli und Maura Isles. (Schn)
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Buchtipp vom 10.02.2011 |
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 Gayle Forman : Wenn ich bleibe – 272 S. – Besondere SchicksaleMia muss sich entscheiden: die 17-jährige bekommt die Möglichkeit, an einer New Yorker Musikschule zu studieren und ihre große Liebe –das Cello- käme mit. Gleichzeitig aber hängt sie sehr an ihrer Familie, ihre verständnisvollen Eltern und ihren niedlichen Bruder Tommy, sowie ihrer große Liebe und Seelenverwandten Adam. Von einer Sekunde auf die andere muss sich Mia erneut entscheiden – in der Sekunde, als ein LKW auf glatter Fahrbahn die Kontrolle verliert, in das Auto ihrer Familie rutscht und diese sofort tötet. Sie ist von ihrem Körper getrennt, sieht als geisterähnliches Wesen, wie viele Verletzungen sie davon getragen hat aber noch lebt. Folgt sie ihrer Familie oder bleibt sie bei ihren Großeltern, Adam und ihrer Musik? Nach und nach besuchen Verwandte und Freunde die im Koma liegende Mia und sie erinnert sich an viele schöne, aber auch traurige Erlebnisse ihres bisherigen Lebens. Die Geburt ihres Bruders, ihre Freude am Cello spielen und der klassischen Musik, die Begegnung mit Adam und die beginnende Liebe zwischen den Beiden.
Feinfühlig erzählt Gayle Forman in „Wenn ich bleibe“ die Geschichte von Mia, die vor der wichtigsten Entscheidung ihres Lebens steht: folgt sie ihrer verstorbenen Familie oder bleibt sie bei den trauernden Verwandten und Freunden? Kann sie überhaupt ohne ihre geliebten Eltern und Bruder leben? Hat sie in Adam wirklich den Rückhalt, den sie für einen Neuanfang braucht? Ein Roman über Familie, Freundschaft und Liebe, der den Leser nicht mehr loslässt. Im Nu sind die Seiten umgeblättert und man lacht und weint mit Mia.
(Wan)
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Buchtipp vom 23.12.2010 |
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 Daniel Glattauer : Theo – Antworten aus dem Kinderzimmer – 268 S. – Kindheit/JugendOktober 1994: der kleine Theo kommt gerade zur Welt, als sein Onkel Daniel beschließt, sein Leben zu beobachten und aufzuschreiben, wie er die Welt der Erwachsenen erlebt. Die ersten drei Jahre sind besonders spannend, weil einfach alles neu und erstaunlich ist. Scheinbar hat Theo ein Frage-Gen, denn er wird nie müde, Dinge gleich mehrfach zu hinterfragen – zu Lasten der Eltern und Onkel Daniel. So überrascht es einen nicht, dass Theo bei einem Zoobesuch nicht nur wissen will, was das alles für Tiere sind, sondern was sie da gerade machen, und warum verflixt nochmal am Gelände des Seehundebeckens ein Handschuh hängt und wem dieser bloß gehört! Es folgen jährliche Zusammenfassungen aus Theos Leben und Interviews mit ihm. Was ihn bewegt, was er auf eine Insel mitnehmen würde (Auto! – also offenbar drei Autos ; nach einem Jahr: Drei Inseln! – Auf welche er dann neun Dinge mitnehmen könnte. Gar nicht so dumm.“) und weitere Fragen beantwortet Theo eifrig und auf seine Art.
Auf liebevolle und humorvolle Art und Weise beschreibt Daniel Glattauer die ersten vierzehn Jahre seines Neffen Theo. So manche Situation lässt einen an die eigenen Kinder denken und feststellen, dass für sie alles ein Abenteuer ist; sei es ein Besuch im Supermarkt, auf dem Spielplatz oder im Urlaub. (Wan)
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Buchtipp vom 15.10.2010 |
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 Karin Slaughter : Entsetzen – 509 S. – ThrillerAls Abigail Campano vom Tennisspielen nach Hause kommt trifft sie der Schock – die Haustür ist offen! Im Haus entdeckt sie ihre Tochter Emma – misshandelt und tot. In dem Glauben den Mörder ihrer Tochter vor sich zu haben, tötet Abigail ihn mit bloßen Händen. Special Agent Will Trent vom Georgia Bureau of Investigation untersucht den Fall und stellt fest, dass das tote Mädchen gar nicht Abigail Campanos Tochter ist - Emma lebt, doch sie wurde entführt. Ausgerechnet mit Faith Mitchell vom Atlanta Police Department (APD) soll Will zusammen arbeiten. Es wird nicht einfach für Will, denn keiner vom APD ist gut auf ihn zu sprechen, und Hinweise zur Entführung gibt es kaum welche. Die Zeit läuft ihnen davon, ohne zu wissen, wo sie suchen sollen …
Der zweite Roman um Special Agent Will Trent schaffte es auf Anhieb in die deutschen Bestsellerlisten. Karin Slaughter ist es wieder einmal gelungen, ihre Leser mit einem spannungsgeladenen Thriller und ihrem Schreibstil zu fesseln. (SchnJ)
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Buchtipp vom 15.10.2010 |
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 Peter James : Und morgen bist du tot – 528 S. - Thriller„Ich war nie ein gewalttätiger Mensch. Und jetzt sitze ich hier und wünsche mir, dass irgendwo irgendein Fremder stirbt.“
Lynn Beckett ist am Ende. Ihre fünfzehnjährige Tochter Caitlin leidet unter chronischem Leberversagen und steht auf einer Liste für Spendernieren, wo jedoch ca. 20 % der Wartenden vor der lebensnotwendigen OP sterben. Sie ist verzweifelt und zu allem bereit.
Zur gleichen Zeit werden drei Leichen aus dem Ärmelkanal gezogen, denen die Organe operativ entfernt wurden. Detective Superintendent Roy Grace ermittelt schon bald in Richtung Organhandel. Aber wie und wo erreicht man den Schwarzmarkt? Die Spuren führen nach Rumänien, wo immer wieder Straßenkinder nach England eingeladen werden zum arbeiten und dort unter falschen Namen untertauchen und verschwinden.
Lynn geht den Handel mit einer Internetfirma ein und zahlt einen exorbitanten Preis für eine passende Spendenleber. Als der ersehnte Anruf kommt, ist auch Roy Grace auf einer heißen Spur. Er muss eine verzweifelte Mutter aufhalten, die alles für ihr Kind tun würde. Es steht das Leben eines unschuldigen Straßenkindes auf dem Spiel, dem dafür alles genommen werden soll.
In seinem aktuellsten Roman behandelt Peter James das Thema Organhandel. Von allen Seiten geht er an das heikle Thema heran und lässt Täter, Opfer und Kranke zu Wort kommen. Wie würde man selber reagieren, wenn das eigene Kind totkrank ist, täglich immer mehr abbaut und nur noch mit Medikamenten ein halbwegs normales Leben leben kann? Und wie trostlos leben Kinder in Rumänien auf der Straße – ohne Hoffnung auf Besserung und auf der Suche nach etwas zu Essen oder nach einer Packung Klebstoff zum Schnüffeln, damit man dem Dreck und dem Gestank der Erdlöcher entfliehen kann für wenige Stunden?
Das Erzähltempo steigert sich zum Ende hin und es geht nicht mehr nur um Stunden, sondern um Minuten. Ein Wettlauf mit der Zeit – um das Leben Caitlins und das des Straßenkindes. Auf erschreckend eindringliche Weise stellt das Buch die Frage: kann man das Leben eines Menschen bemessen? Ist das Leben des einen mehr „wert“ als das eines anderen?
(Wan)
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Buchtipp vom 06.08.2010 |
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 Richelle Mead: Blutsschwestern – 302 S. – HorrorRose und Lissa gehen auf die St. Vladimir’s Schule, eine Schule für junge Vampire und ihre Beschützer. Lissa ist eine Moroi, gehört zur vampirischen Adelsfamilie, und lernt dort ihren Platz in der Vampir-Gesellschaft einzunehmen. Rose ist eine Dhampirin, halb Vampir und halb Mensch, und wird dazu ausgebildet die Moroi vor den Strigoi (den unsterblichen Vampiren) zu beschützen. Nach einem Autounfall, bei dem Lissas Familie ums Leben gekommen ist, verbindet Lissa und Rose ein Band. Durch das Band kann Rose die Gefühle von Lissa spüren und weiß, wie es ihr geht und ob sie in Gefahr ist. Es passieren merkwürdige Dinge an der Schule, und jemand scheint es auf Lissa abgesehen zu haben. Rose versucht Lissa zu beschützen, muss aber feststellen, dass sie das alleine nicht schafft. In ihrer Not fragt sie den Schulwächter Dimitri um Hilfe. Doch Rose wird durch ihre Gefühle für Dimitri verwirrt.
Ein wirklich gelungener Vampirroman, der keineswegs mit der Biss-Reihe vergleichbar ist. Denn obwohl es sich in diesem Roman auch um Vampire dreht, wird eine völlig andere Geschichte mit unvergleichlichen Protagonisten und Handlungen dargeboten.
Richelle Mead ist es gelungen, die Protagonistin Rose in ihrer Einzigartigkeit darzustellen, welche für Angriffslust, Humor und Spontaneität prädestiniert ist .
Blutsschwestern ist der erste Titel aus der Reihe Vampire Academy. (SchnJ)
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Buchtipp vom 06.08.2010 |
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 Stephenie Meyer : Biss zum ersten Sonnenstrahl – 203 S. – MysteryBree Tanner ist noch ein junger Vampir und lebt in einem Rudel von Neugeborenen Vampiren. Sie muss sich an einige Regeln halten um zu überleben: Vor Sonnenaufgang muss Bree wieder zu Hause sein, da sie sonst verbrennt und sie muss aufpassen, dass sie nicht von anderen Vampiren in ihrem Rudel getötet wird. Als sie Diego kennen lernt, scheint sie endlich einen Freund gefunden zu haben, dem sie vertrauen kann. Beide erkennen, dass etwas nicht stimmt, dass sie nicht ohne Grund zu einem Vampir verwandelt wurden. Bree und Diego versuchen die Wahrheit herauszubekommen, doch das ist nicht ganz ungefährlich.
Es ist interessant die Geschichte eines Neugeborenen Vampirs zu lesen, der keine Ahnung hat, was in der „echten“ Vampirwelt alles passiert und welche Gesetze es gibt.
Das neue Buch von Stephenie Meyer ist aus der Sicht der Bree Tanner geschrieben, die in dem dritten Band der Biss-Reihe (Biss zum Abendrot) auftaucht, sodass man das Buch bereits nach dem dritten Band lesen kann. (SchnJ)
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Buchtipp vom 05.07.2010 |
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 Jason F. Wright : Die Mittwochsbriefe – 285 S. – FamilieInnerhalb einer Nacht sterben Jack und Laurel, die fast vierzig Jahre verheiratet waren. Friedlich liegen sie im Bett beisammen. Schweren Herzens kommen ihre drei Kinder in das Elternhaus zurück, um sich um die Beerdigung zu kümmern. Jeder hat seine eigenen Probleme im Gepäck. Bei Matthew krieselt die Ehe, weil sie bisher kinderlos ist. Samantha ist gerade geschieden und zieht ihre Tochter alleine groß. Und Malcom ist um seiner Jugendliebe willen mit dem Gesetz in Konflikt geraten und seit Jahren in Brasilien untergetaucht.
Im Keller finden sie mehrere Kisten mit Briefen. Jack hat Laurel jeden Mittwoch einen Brief geschrieben; auf Hotelpapier, Eintrittskarten, Notizzetteln… Für die Kinder ist das eine Fundgrube an überraschenden und auch romantischen Episoden ihrer Eltern, die sie immer wieder aufs Neue überraschen. Doch dann taucht ein Brief auf, der die Familie in ihren Grundfesten erschüttert.
Die Ehe von Jack und Laurel scheint einfach perfekt zu sein. In harmonischen Einklang verläuft ihr Lebensabend im eigenen Haus. Der gemeinsame Tod ist Abschluss ihrer intensiven Liebe zueinander. Auch die Briefe weisen so viele romantische Erzählungen auf, dass es einem warm ums Herz wird und man auch stellenweise schmunzeln muss. Die Kinder sind jedoch mit Problemen belastet und finden in den Briefen Trost. Der Leser dringt tief ein die bewegenden Momente von Jack und Laurel und leidet mit den drei Kindern, die nach und nach schöne, aber auch schlimme Ereignisse der Eltern entdecken müssen. Einfach ein guter Familienroman mit allen Facetten des Lebens.
(Wan)
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Buchtipp vom 15.06.2010 |
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 Andreas Eschbach : Ein König für Deutschland – 490 S. - ThrillerVincent Wayne Merrit ist ein echter Computerfreak. Im Herbst 2000 wird er beauftragt, ein Programm zu schreiben, mit dem man Wahlcomputer beeinflussen kann. Nur ein Prototyp, heißt es, zu Studienzwecken. Doch nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen zwischen Bush und Gore kommen Vincent Zweifel daran.
Acht Jahre später wird er erpresst, erneut Wahlcomputer zu manipulieren – dieses Mal für Deutschland. Vincent taucht unter und schickt eine CD mit dem Programm als Absicherung zu seinem Vater Simon König nach Deutschland. Erst als dieser mit ein paar jungen Computerfreaks zusammenkommt merkt Simon, was für Möglichkeiten man mit diesem Programm hätte. Sie gründen eine Partei um zu beweisen, dass die Wahlcomputer in Deutschland nicht sicher genug sind, doch nach und nach gerät alles aus dem Ruder. Ihre eigentlich aus Witz entworfene Partei zur Wiedereinsetzung eines Deutschen Königs bekommt immer mehr Anhänger, und Simon wird schon als zukünftiger König gehandelt.
Andreas Eschbach hat wie so oft bei seinen Romanen viel Hintergrundwissen für den Leser parat bzw. bietet Internetlinks zum Nachlesen. Gerade durch die realen Ereignisse der USA-Wahlen 2000 oder die Landtagswahlen in Hessen 2009 wirkt der Roman so realistisch. Sind Wahlcomputer, die immer öfter eingesetzt werden, wirklich manipulationssicher? Kann durch Programmierer nicht doch ein Hintertürchen eingebaut werden, so dass die Ergebnisse dem Meistbietenden nutzen? Spannend bis zum Schluss bleibt die Frage, wie die Wahlen denn nun ausgehen werden und was danach geschehen wird? Bleibt es bei den üblichen Wahlergebnissen, so dass bewiesen ist, dass nichts an den Wahlcomputern verändert wurde? Wird Simon König von Deutschland, oder klärt er die Manipulation auf?
(Wan)
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Buchtipp vom 07.05.2010 |
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 P.C. Cast und Kristin Cast : Betrogen - 508 S. – Mystery Zoey ist nun seit einem Monat im House of Night, dem Internat für Vampyre, und fühlt sich dort richtig wohl. Doch für sie beginnt eine stressige Zeit, denn nun ist sie die Anführerin der Töchter und Söhne der Dunkelheit. Außerdem begegnet sie ihrem Ex-Freund Heath wieder, der sie einfach nicht vergessen kann. Und Zoey kann Heath nicht vergessen. Dabei ist sie doch mit Erik zusammen! Und während sie versucht ihre „Männerprobleme“ zu lösen, verschwinden menschliche Teenager spurlos. Wenige Tage später werden sie tot aufgefunden. Alles deutet darauf hin, dass es das Werk von Vampyren aus dem House of Night ist. Als Freunde aus Zoeys früherem Leben verschwinden, ahnt Zoey, dass es böse enden wird, wenn sie nichts unternimmt.
Eine gelungene Fortsetzung von „Gezeichnet“ aus der Reihe „House of Night“. Das Autorenduo schafft es auch im zweiten Roman erfolgreich die Leser auf eine Reise ins Land der Vampyre zu entführen. Im zweiten Roman um Zoey geht es sowohl spannend als auch traurig zu, aber ganz gewiss nicht langweilig! (SchnJ)
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Buchtipp vom 16.04.2010 |
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 Brigitte Biermann : Engel haben keinen Hunger – 236 S. – BiographieKatrin ist 15 Jahre alt, klug und bei ihren Mitschülern sehr beliebt. Als sie eine harmlose Diät beginnt, entwickelt sich diese zu einer gefährlichen Magersucht, die sie selbst nicht mehr stoppen kann. Katrin wird in mehrere Kliniken eingewiesen, die ihr helfen sollen, aus dem „Teufelskreis“ Magersucht herauszukommen. Doch sie wehrt sich mit allen Mitteln gegen die Therapien und belügt sowohl die Ärzte und Therapeuten, als auch ihre Familie. Katrin ekelt sich vor ihrem Körper und eine Stimme in ihrem Kopf verbietet es ihr zu essen. Jede Mahlzeit wird zur Qual für die ganze Familie, denn Katrin macht immer einen Aufstand, wenn es ums Essen geht, alles sei „viel zu fettig“. Die Mutter fragt sich schon: Was soll ich überhaupt noch kochen? Was würde sie wohl essen? Jede Nahrung rechnet Katrin in Kalorien um und fragt sich dann: „Wie viel Gymnastik muss ich machen, damit ich die Kalorien sofort wieder verbrenne?“
Brigitte Biermann erzählt die authentische Geschichte einer Magersucht, die erschreckend zeigt, wie schwer es den Betroffenen fällt überhaupt an Essen zu denken, geschweige denn Nahrung zu sich zu nehmen. Durch Katrins Tagebucheinträge wird deutlich, dass ihr Leben seit der Magersucht ein Auf und Ab ist, sie leidet an Depressionen. Ist sie in einem Moment total glücklich, will sie im nächsten Moment gar nicht mehr Leben. Auch die große psychische Belastung der Eltern und der Schwester werden ziemlich deutlich dargestellt, denn für sie ist es nicht leicht, dabei zusehen zu müssen, wie Katrin immer dünner, immer schwächer und auch immer einsamer wird. Katrins Freunde haben sich größtenteils von ihr abgewandt, niemand weiß, wie man mit der Krankheit umgehen soll. (SchnJ)
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Buchtipp vom 01.04.2010 |
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 Chelsea Cain : Gretchen. – 351 S. – ThrillerDies ist nun der dritte Thriller um die Massenmörderin Gretchen Lowell, die der Polizei erneut entkommen konnte. Detective Archie Sheridan hingegen sitzt freiwillig in der Psychiatrischen Abteilung eines Krankenhauses und will mit der Welt da draußen nicht mehr wirklich etwas zu tun haben.
Eine neue Serie von Morden trägt unverkennbar Gretchens Handschrift und sie ist es, die Archie durch Manipulation dazu bewegt sich wieder auf die Suche nach ihr zu begeben. Gretchen und Archie sind ein ungleiches Paar, das sich liebt und hasst, schafft es Archie dieses Mal sich von Gretchen loszureißen?
Auch in diesem dritten Roman (nach „Furie“ und „Grazie“) wird die Spannung bis zur letzten Seite gehalten und man mag vom Inhalt kaum etwas erzählen um dem Leser nicht zuviel zu verraten. Aber Achtung! Wie bei den Vorgängern gilt auch hier:
„An manchen stellen sollte man als Leser nicht zu empfindlich sein, wer aber gute Nerven und einen guten Magen hat wird seinen Spaß beim Lesen haben.“
(Mae)
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Buchtipp vom 22.03.2010 |
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 Maria Angels Anglada : Die Violine von Auschwitz – 170 S. – Besondere SchicksaleDies ist die Geschichte eines Geigenbauers, der im Konzentrationslager die Aufgabe bekommt eine perfekte Geige für den Lagerkommandanten zu bauen. Von der rechtzeitigen Fertigstellung hängt sein Leben ab. Mit dem Bau der Geige schafft er es auch mit den ansonsten kaum zu ertragenden täglichen Schikanen fertig zu werden. Die beklemmende Atmosphäre des Lagerlebens zwischen Hoffnung und absolutem Elend wird durch die Beschreibungen sehr deutlich.
Dieser kurze Roman ist von der katalanischen Autorin Maria Angels Anglada, die vor zehn Jahren verstarb. Eine wichtige Wiederentdeckung, die nun auch ins Deutsche übertragen wurde. Mit dem einfachen Stil schafft es der Roman den Leser tief zu berühren und Bilder von dem unbeschreiblichen Leid anzudeuten.
(Mae)
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Buchtipp vom 15.03.2010 |
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 P.C. Cast und Kristin Cast : Gezeichnet - 462 S. – Mystery Die 16-jährige Zoey ist wenig begeistert: Sie wurde gezeichnet und ist unwiderruflich auf dem Weg ein Vampyr zu werden. Aber überleben kann sie diese Wandlung, wenn überhaupt, nur an einem Ort: im House of Night, dem Internat für Vampyre. Im Internat muss sie jedoch nicht nur mit der Wandlung zum Vampyr klarkommen, sondern auch mit Macht, Magie, Liebe, Leben und Tod.
Doch schnell wird klar, dass Zoey ist kein gewöhnlicher Vampyr – sie ist eine Auserwählte der Vampyrgöttin Nyx. Und sie ist nicht die Einzige im House of Night mit besonderen Fähigkeiten.
Das erfolgreiche Mutter-Tochter-Autorenteam P.C. Cast und Kristin Cast landete mit „Gezeichnet“, dem ersten Titel aus der Reihe „House of Night“, in den deutschen Bestsellerlisten. Das Buch erschien in über 40 Ländern und hat bereits über 8 Millionen Fans in den USA.
Wieder mal ein Vampirroman, wird ein mancher denken. Doch „Gezeichnet“ unterscheidet sich schon dadurch von den meisten Vampirromanen, dass die Menschen in dem Buch bereits wissen, dass es Vampire gibt und nicht erst die große Überraschung folgt. Zudem wird in dem Buch ein junger, lockerer Sprachstil verwendet, der vor allem Jugendliche und junge Erwachsene anspricht.
„Betrogen“, der zweite Band aus der Reihe, erscheint bereits im April 2010.
(SchnJ) |
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Buchtipp vom 08.03.2010 |
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 Tess Gerritsen : Grabkammer – 412 S. – PsychothrillerIm Kellergewölbe eines Bostoner Museums wird eine ägyptische Mumie gefunden. Die Rechtsmedizinerin Maura Isles wurde eingeladen bei der Computertomografie der Mumie dabei zu sein. Doch während der Untersuchung stockt allen Beteiligten der Atem: Im Bein der einbalsamierten Toten steckt eine Kugel. Die „Mumie“ wurde erst vor kurzem ermordet und wird somit ein Fall für Detective Jane Rizzoli und ihrem Kollege Barry Frost. Als ein weiterer grausiger Fund im Keller des Museums entdeckt wird, stehen die Detectives vor einem Rätsel. Und was hat die junge Archäologin Josephine Pulcillo mit den Morden zu tun?
Tess Gerritsen entführt ihre Leser in die ägyptische Welt von Mumien und Schrumpfköpfen und lässt einem den Atem stocken, als die ägyptischen Rituale detailgenau beschrieben werden. Die Protagonisten ihrer erfolgreichen Romane, Detective Jane Rizzoli und die Rechtsmedizinerin Maura Isles, tauchen in ihrem neuesten Roman wieder auf und verraten neue Details aus ihrem Privatleben. (SchnJ)
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Buchtipp vom 08.02.2010 |
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 Jutta Profijt : Kühlfach 4 – 253 S. – KrimiIst Pascha nun tot oder nicht? Das fragt er sich selbst, bis er bei seiner eigenen Obduktion zusieht. Dort schafft er es zu dem Rechtsmediziner Dr. Martin Gänsewein Kontakt herzustellen. Alle glauben an einen Unfall, doch Pascha gelingt es Martin davon zu überzeugen, dass er umgebracht wurde. Beide machen sich auf die Suche nach dem Mörder. Das Problem an der Sache ist nur, dass Martin von seiner Umwelt immer öfter schräg angeschaut wird, denn der Kontakt zu einem Geist führt manchmal zu ungewollt verrückten Verhalten. Die beiden Protagonisten könnten unterschiedlicher nicht sein und doch raufen sich beide zusammen und gehen den kleinsten Spuren auf den Grund.
Die Geschichte besticht nicht durch seine literarische Tiefe sondern durch die Idee. Es ist köstlich den Dialogen der beiden Männer zu folgen und man schmunzelt in sich hinein. Hier ist es der Autorin gelungen einen Krimi mal auf andere Weise zu präsentieren. Es ist eine gute Abwechselung zu den üblichen Krimis und lässt sich hervorragend mal so nebenbei zur Entspannung lesen. Fazit: Keine gehobene Literatur, sondern eine lustige Abwechselung von der üblichen Krimikost.
Mein Tipp: Lesen sie danach auch den Titel „Im Kühlfach nebenan“ die unabhängige Fortsetzung, die ich persönlich noch besser finde.
(Mae)
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Buchtipp vom 25.01.2010 |
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 Stephenie Meyer : Seelen – 861 S. – Fantasy & Science FictionDie Menschheit wird von sogenannten Seelen besetzt. Diese werden in den Körper der Menschen eingesetzt und übernehmen die Kontrolle über sie. Nur wenige Menschen leisten noch Widerstand und überleben in Bergen, Wüsten und Wäldern, wo sie sich vor den Seelen verstecken. Melanie ist eine der wenigen überlebenden Menschen. Als sie schließlich doch gefasst und eine Seele in ihren Körper eingesetzt wird, wehrt sie sich mit aller Kraft dagegen, aus ihrem Körper verdrängt zu werden, welchen sie vortan mit der Seele Wanda teilen muss. Verzweifelt kämpft Melanie darum ihren Geliebten Jared wiederzufinden, der sich mit anderen Rebellen in der Wüste versteckt hält. Im Bann von Melanies Gefühlen und Erinnerungen sehnt sich auch Wanda mehr und mehr nach Jared, den sie nie getroffen hat. Doch dann lernt Wanda Ian kennen und alles wird noch komplizierter, als es ohnehin schon ist.
Nachdem man sich durch die ersten 100 Seiten durchgekämpft hat wird man wirklich belohnt. Es ist spannend und sehr interessant den beiden Frauen Melanie und Wanda „zuzuhören“ wie sie sich unterhalten und streiten. Nur Wanda kann den Körper „steuern“ und dass sich beide Frauen nicht immer einig sind, was auch in Männerangelegenheiten der Fall ist, kann man sich ja nur zu gut vorstellen.
Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte, in der sich zwei Frauen in einem Körper befinden und doch beide einen anderen Mann lieben. Man möchte das Buch nicht aus der Hand legen und ist letztendlich traurig, wenn man das Buch zu Ende gelesen hat, denn man wünscht sich, dass die Geschichte nie endet!
Für Jugendliche und Erwachsene und für alle Fans von den „Biss-Büchern“ wärmstens empfohlen! (SchnJ)
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Buchtipp vom 07.12.2009 |
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 Miriam Pielhau : Fremdkörper. - 208 S. – BiographieAnfang 2008 wurde bei der bekannten TV-Moderatorin Miriam Pielhau Brustkrebs diagnostiziert – da war sie gerade mal 32 Jahre alt. Was nun folgt ist vorgegeben: Operation, Chemotherapie und Bestrahlung. In ihrem Tagebuch erzählt sie von ihren Gefühlen, Gedanken und den Erlebnissen, die sie in der Zeit hat. Mutig und voller Wut auf den Fremdkörper geht sie den schweren Weg, den auch schon viele vor ihr gegangen sind. Sie macht noch letzte Bilder von ihrer Brust, kurz darauf von ihrer Glatze und später von dem neu wachsenden Flaum. Pielhaus Natürlichkeit bei den Eintragungen lässt den Leser zu einer passiven Freundin werden, der man alles anvertrauen kann. Mit ihrer Zuversicht und dem unaufhörlichen Drang zu Laufen übersteht sie nicht nur die schwere Zeit der Therapie sondern meistert auch einen Halbmarathon.
Das Buch ist ein richtiger Mutmacher für jeden, der sich mit dem Thema Krebs beschäftigt oder beschäftigen muss. Die Tagebucheintragungen zeigen eine starke Frau, die aber auch mal einen schlechten Tag haben darf. Sie kämpft, läuft und lässt sich nicht unterkriegen. (Wan) |
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Buchtipp vom 23.04.2009 |
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 Meg Gardiner : Die Beichte. – 495 S. – ThrillerJo Beckett wird zu einem nicht alltäglichen Autounfall gerufen, da es nach Selbstmord aussieht. Als forensische Psychologin soll sie den Fall untersuchen und stößt schon bald auf Ähnlichkeiten zu anderen Fällen in der letzten Zeit. Schnell wird klar, dass es sich um eine Mordserie handelt und nur wenig Zeit bleibt, bis das nächste Opfer ermordet werden soll.
Beckett stößt auf den „Club der schmutzigen Geheimnisse“ und versucht das Rätsel um diese mysteriöse Vereinigung zu lösen, doch dann gerät sie selbst ins Visier des Mörders.
Der Autorin gelingt es einen mitreißenden Thriller vorzulegen, bei dem die Wendungen rasant und überraschend passieren. Sie beschreibt eine starke Ermittlerin, die aber auch ihre eigenen Probleme mitbringt.
(Mae) |
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Buchtipp vom 17.04.2009 |
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 Jeffrey Deaver : Der Täuscher. – 543 S. – ThrillerDer querschnittsgelähmte Lincoln Rhyme unterstützt die Polizei immer wieder bei schwierigen Fällen, mit seinen wissenschaftlichen Methoden ist er ein Spezialist auf seinem Gebiet. Dieses Mal nimmt er sich eines Falles an, bei dem er nicht um Unterstützung gebeten wurde. Sein Cousin Arthur wird des Mordes angeklagt und die Beweislast ist erdrückend, doch Lincoln glaubt nicht an die Schuld seines Cousins. Nach und nach kommt der Ermittler mithilfe des professionellen Polizeiteams dem Täter näher und gerät dabei selbst in Gefahr.
Der Unbekannte nutzt den Zugang zu geschützten Personendaten, die er manipuliert, um an seine Opfer zu gelangen. Immer scheint er der Polizei einen Schritt voraus zu sein, doch auch ihm unterlaufen Fehler.
Jeffrey Deaver gelingt es auch in dem achten Fall mit Lincoln Rhyme einen spannenden und mitreisenden Krimi abzuliefern. Mit Erschrecken wird dem Leser vor Augen geführt wie gläsern der Mensch in der heutigen Gesellschaft schon ist und was passiert wenn gespeicherte Daten in die falschen Hände gelangen. Thematisch ganz auf der Höhe der Zeit wird man von der Geschichte gepackt.
(Mae)
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Buchtipp vom 17.04.2009 |
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 Magdalene Imig : Die Klosterfrau. – 535 S. – HistorischesDie Nonne Maria Clementine Martin reist nach der Säkularisation ohne Kloster durch die Welt, versorgt Kranke und kümmert sich um Bedürftige. Mit fünfzig Jahren kommt sie nach Köln und beginnt noch einmal einen ganz neuen Lebensabschnitt. Mit Ihren Kenntnissen über die Heilwasserherstellung, gründet sie das heute noch bekannte Unternehmen „Klosterfrau Melissengeist“. Immer wieder wird in Rückblenden aus ihrem früheren Leben erzählt und vor allem von ihrer großen Liebe, die für sie unerreichbar war.
Die Autorin Magdalene Imig schafft es mit der Verknüpfung von dichterischer Fantasie und historischen Fakten das Leben einer berühmten Frau näher zu bringen. Für alle die an außergewöhnlichen Lebenswegen Interesse finden bietet dieser Roman eine schöne Bereicherung.
(Mae) |
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Buchtipp vom 19.03.2009 |
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 David Safier – Jesus liebt mich – 304 Seiten – 2008 - HeiteresMit Jesus kann die nicht mehr ganz so junge Marie nichts anfangen – geschweige denn mit Gott. Gerade hat sie ihren Verlobten vor dem Traualtar versetzt und hadert mit sich und ihren Mitmenschen, als sie dem gut aussehenden Zimmermann Joshua gegenübersteht. Doch seine merkwürdige Sprechweise und vielen Gleichnisse lassen sie aufhorchen: das ist doch nicht tatsächlich Jesus, oder? Ein wenig nerven tut es ja schon, wenn Joshua von seiner Ex Maria schwärmt und wie seltsam die Menschen heutzutage sind. Hin und her gerissen zwischen der Angst vor einem irren Terroristen (!!) und ihrer Zuneigung zu ihm sucht sie Rat bei ihrer Schwester. Diese leidete vor Jahren an einem Gehirntumor und wurde geheilt. Nun beginnen die Kopfschmerzen wieder. Stand in der Bibel nicht etwas von Jesus und seinen Wunderheilungen?
Währenddessen hat Joshua allerdings andere Probleme: das Jüngste Gericht steht vor der Tür und auch Satan schaut sich (in Gestalt von George Clooney!) schonmal um....
Das Buch „Jesus liebt mich“ ist bewusst komisch gestaltet. Es nimmt jedoch das Thema Glauben nicht auf die Schippe, sondern lässt zwischen den Zeilen erkennen, worum es Jesus beim Thema Nächstenliebe immer ging und wie seine Lehren in der heutigen Zeit gelebt werden können. Alleine schon die Idee, was wäre, wenn Jesus tatsächlich wieder auf der Erde leben würde, ist mit viel Humor gelöst. Man darf gespannt sein, ob Jesus nun wirklich Jesus ist, oder ob er einfach ein „Spinner“ ist – wie Marie behauptet. Durch die 304 Seiten liest man sich sehr schnell – nicht nur der lockere Sprachstil sondern auch die eingeworfenen Comic-Sequenzen tragen dazu bei, das Buch innerhalb kurzer Zeit zu bewältigen. Für kurzweilige Unterhaltung ist das Buch sehr geeignet und ich hoffe, dass nach seinem spektakulären Erfolg mit „Mieses Karma“ und „Jesus liebt mich“ noch mehr Romane von David Safier kommen werden.
(Wan)
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